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Der Titel Deutschmeister bedeutet die Würde einesHochmeisters des Theiles des deutschen Ordens, welcherseit 1525, wo das Ordensland Preussen unter dem letztenHochmeister Albrecht von Brandenburg, Neffen des Kur-fürsten Johannes Cicero, zum weltlichen Herzogthumgemacht und zur lutherischen Lehre hinübergeführt wor-den, katholisch geblieben und ausgewandert war. DerSitz der hiermit beginnenden neuen Reihe von Hoch-meistern, die sich Deutschmeister nannten, war und blieb,obgleich 1803 alle noch vorhandenen geistlichen Fürsten--thümer säcularisirt wurden, die fränkische Stadt Mer-gentheim bis 1809, wo sie würtembergisch wurde.
Die Erbverbrüderung zwischen dem deutschen Ordenund dem Mainzer Domstift kann nur eine einseitige ge-wesen sein, die für den Fall des Erlöschens des Ordensdem Domstift dessen Besitzungen sichern sollte. Dieseumfassten ausser Mergentheim und einem umliegendenGebiete zwölf in Deutschland zerstreute Balleien.
176—178. Philipp Karl (Graf von Eitz) 1732-1742.
179—184. Johann Friedrich Karl (Graf von Ostein)1743—1763.
185. Emmerich Joseph von Breitenbach 1763—1774,den Goethe bei Wahl und Krönung Josephs zum römischenKönige thätig gesehen.
186, 187. Friedrich Karl Joseph, auch EriedrichKarl genannt, von Erthal, 1775 — 1802, in der Führungseines geistlichen wie seines weltlichen Amtes durchdie Cüstine'sche Eroberung von Mainz 1.792 unterbrochen,bis 1793 die preussische Wiedereroberung seine Rück-kehr gestattete, dann, nachdem die Oesterreicher Mainzgegen die Franzosen 1794—1797 geschützt, es aber inFolge des Friedens von Campoformio verlassen, wiederseiner Herrschaft beraubt und, da der zu Lüneville 1801geschlossene Friede die ganze linke Rheinseite Frank-reich überlassen, nicht wieder eingesetzt.
188. Karl Theodor Anton Maria von Dalberg , unterErthal Coadjutor seit 1787, seit 1802 Erzbischof, 1803durch den Reichsdeputationshauptschluss, während vonden Kurfürstenthümern am Rheine die linksseitigen Theilefranzösisch wurden, die rechtsseitigen für die den rechts-rheinischen weltlichen Fürsten dadurch zugefügten Ver-luste dienten, als letzter der Kurfürsten von Mainz zu