4. Erzbischöfe und Bischöfe.
(Die Erzbischöfe im zweiten der vorderen Säle in den drei oberen Nischender Hauptwand,
die Bischöfe in dem letzten der vorderen Säle links vom Eingange.)
a. Mainz.
156. Konrad, Graf von Wittelsbach, Bruder desPfalzgrafen Otto von Wittelsbach, der 1180 Herzog vonBaiern wurde, 1160—1161 Erzbischof, strenger Rächerdes in der Mainzer Bevölkerung gegen seinen Vorgängererregten Aufstandes und dabeian demselben verübten Mordes,von seinem Stuhle durch Kaiser Friedrich I., weil er den vondiesem gegen Papst Alexander III. aufgestellten Paschalisnicht anerkannte, verdrängt, dann, nachdem der vomKaiser an seine Stelle gesetzte, mehr für den Krieg alsdas Hirtenamt befähigte Christian von Buch in Italienals Heerführer geendigt hatte, durch den mit dem Papsteversöhnten Kaiser 1181 wieder eingesetzt und 1200gestorben.
157. Berthold (Graf von Henneberg') 1484 — 1504,um den Landfrieden und die Begründung des Reichs-kammergerichtes verdient. Die Bezeichnung 51. Erz-bischof ist zweifelhaft, die darauf folgende als 36. Kur-fürst unrichtig, weil sonst die Entstehung der Kurfürsten-würde in das elfte Jahrhundert fallen müsste, da siedoch, wenn auch der Anfang nicht feststeht, aus dernach Erledigung des Thrones durch einen Ausschuss vonFürsten gehaltenen Vorwahl entstanden ist, die erst inder Hohenstaufischen Zeit zu einem Wahlrechte führte.
158. Jakob von Liebenstein 1504 1508.
159. 160. Wolfgany von Dalberg 1592—1601.
161. Johann Adam von Bicken 1601 — 1604.
162, 163. Johann Schweikard von Kronberg1604—1626.
Schweikard gehört der Familie der Herren vonKronberg an. Sein Grossvater Hartmuth X. hatte sichund die Bewohner seines Gebiets gleich bei Beginn derKirchenspaltung der neuen Lehre zugewendet. DessenSöhne wurden die Begründer dreier Linien des Hauses,von denen die erste 1692, die zweite 1608 und die dritte1704 erlosch, wonach das Gesammtgebiet an das Kur-