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Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
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Die Grafschaften Geldern und Zütphen waren da-durch mit einander vereinigt, dass zur Zeit Kaiser Hein-richs IV. ein Graf Otto von Kassau in erster Ehe eineZütphen'sche Erbtocher geheirathet hatte und nachdemsich beide Grafschaften zwischen den Söhnen beider Ehengetheilt hatten, durch den Tod des zweiten, der keineNachkommen hatte, die Grafschaft Zütphen dem erstenund seinen Nachkommen verblieben war. Eine Erb-tochter dieser Familie wurde die Gemahlin eines Johannesaus der bei Alkmaar in Nordholland sesshaften FamilieEgmond. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne, Arnoldund Wilhelm, von denen der erste Geldern und Zütphen,der zweite die Egmond'schen Besitzungen erbte. Arnold,der Inhaber des 1339 von Kaiser Ludwig zum Herzog-thum erhobenen Gelderns, heisst hier auch Herzog vonJülich, nicht weil er es besass, sondern weil er Anspruchdarauf zu haben glaubte. Dieser gründete sich darauf,dass seine Mutter eine Enkelin eines Herzogs von Jülichund einer Tochter eines Herzogs von Geldern gewesen.Jülich kam aber an Herzog Adolf von Berg (s. 13),und Arnold behauptete nur Geldern und Zütphen, wodie Herrschaft der Familie Egmond, nachdem sie schondurch Karl den Kühnen von Burgund unter ArnoldsSohne Adolf aufgehört, aber unter dessen Sohne Karlsich erneuert hatte, mit diesem, da er kinderlos 1538starb, ihr völliges Ende erreicht hatte (s. DüsseldorferFestschrift S. 29).

Der jüngeren der von Johannes von Egmond ab-stammenden Linien, die in der Folge den gräflichen Titelführt, gehört der aus der Geschichte des niederländischenAufstandes bekannte Lamoral von Egmond an, der voneiner seiner Mutter gehörigen, zwischen Gent und Oudenardeliegenden gefiirsteten Besitzung Prinz von Gaure (Gafferzu sprechen) und mit Sabina der Tochter des PfalzgrafenJohann II. von Pfalz-Zweibrücken, als WittelsbacherinHerzogin von Baiern genannt, vermählt war. DieseLinie erlosch, nachdem mehrere ihrer Mitglieder inspanischen Kriegsdiensten gestanden, 1707 in Spanien.Die urkundliche Schreibweise Egmond ist die richtige,da der Name die Eggemündung bedeutet. (S. auch 13.)