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1680 gestorben. Ausführliches über ihn steht in derDüsseldorfer Festschrift S. 119.
66b. Franz Karl Freiherr von Hompesch zu Boll-heim, kurpjahb airischer (also nach 1777) wirklicher gehei-mer Staats-, Conferenz- und dirigirender Minister. Diefreiherrliche, später gräfliche Familie Hompesch theiltesich im 17. Jahrhundert in zwei Linien, eine Bollheim-sehe und eine Rurich'sche. In der ersten folgte aufWilhelm Degenhart, der ihr Ahnherr ist, dessen SohnKarl Kaspar, der drei Söhne, Karl Arnold, FerdinandJoseph und Franz Karl, hatte. Der erste wurde Dom-herr und Propst zu Lüttich, der zweite der Grossmeisterdes Malteserordens, der den Untergang des Ordens erlebte,der dritte Staatsmann in kurpfalzbairischen Dienten, inwelchen er bis zu seinem im Jahre 1801 erfolgten Todeverblieb und in welchen ihm sein Sohn Wilhelm, jedochin Baiern, bis 1809, wo er in München starb, nachfolgte.
66 c. Johann Wilhelm Windscheid, hier nur in Sil-houette dargestellt, ist geboren 1748 zu Blankenberg ander Sieg, studirte auf dem Gymnasium Montanum inKöln, von wo er 1768 zum Studium der Rechtswissen-schaft nach Heidelberg ging, bekleidete nach dessenVollendung in Düsseldorf Aemter in Rechtspflege undVerwaltung, war seit 1776 Jülich-Bergischer Hofkammer-tiskal, woneben er nach dem Staatskalender von 1783noch zu den Advocati legales bei den Dikasterien ge-hörte, wurde 1788 Jiilich-Bergischer Ober-Appellations-rath und 1791 Jülich-Bergischer Wirklicher Geheimrath.Da die Hofkammer und der Geheimrath Einfluss auf dasSchulwesen hatten, nahm Windscheid an den wieder-holten Berathungen Theil, die seit 1773 in Folge derAufhebung des Jesuitenordens über die dem Unterrichtzu gebende Gestaltung auf Befehl Karl Theodors gepflo-gen wurden. In denselben vertrat Windscheid eine völligeUmbildung der bisherigen Einrichtungen, während derGeheime Rath unter Vorsitz des Grafen Goltstein sichfür Beibehaltung derselben entschied. Ein besonderesVerdienst erwarb er sich dadurch, dass er 1794 bei demfranzösischen Bombardement der Stadt mit Hülfe desGemahls seiner altern Schwester, des KammerdirektorsFreiherrn von Collenbach, die Gemäldegallerie rettete,die noch in demselben Jahre zur Fortschaffung nachMünchen eingepackt wurde. Er starb in Düsseldorf 1801.