Druckschrift 
Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

Von vier Söhnen, die er hinterliess, starben die beidenjüngern zu Düsseldorf, Ferdinand 1852 als Hypotheken-bewahrer und Steuerrath, Karl 1864 als Direstor derKöln - Mindener Eisenbahngesellschaft. Eine jüngereSchwester, die er gehabt, war als Gemahlin eines Ge-heimen RathesKrey die Schwiegermutter des aus Soissonseingewanderten Rentners Ludwig von Bouverot, der1866 gestorben ist.

67, (>7 a und ausserdem ein eingefasstes Medaillon.

Friedrich Heinrich Jacobi, geboren in Düsseldorf 1748,Anfangs dem Kaufmannstande angehörig, in der Folgedurch thätige Teilnahme an allen das höhere Geistes-leben betreffenden Fragen zu allgemein anerkannter Be-deutung für die Geschichte deutscher Bildung gelangt,stand mit allen hervorragenden deutschen Zeitgenossen inlebhaftem wissenschaftlichen Verkehr, Das jetzt nochnach seinem Namen benannte, der KünstlergesellschaftMalkasten gehörige Gut in Pempelfort, das schon seinVater, der Kaufmann Johann Konrad Jacobi, besessen, unddas er nach Verlassen seines früheren an einer Ecke derNeustrasse beim Eingange in die Alleestrasse gelegenenHauses bezogen und mit stattlichen Anlagen geschmückthatte, war lange Zeit ein Sammelplatz für Männer vongeistiger Wirksamkeit und Grösse, worüber Dr. FerdinandDeycks, der im Jacobi'schen Hause nicht fremd gewesen,in dem BuchFriedrich Heinrich Jacobi im Verhältnisszu seinen Zeitgenossen" reichen und anziehenden Aufschlussgibt. Im Jahre 1794 durch das Herannahen der republi-kanischen Gewalt der Franzosen verscheucht, verliess JacobiDüsseldorf, wo er seit 1779 auch eine Stelle als GeheimerRath bei der Hofkammer gehabt hatte, um ein Wander-leben in Holstein zu führen, das 1795 mit Niederlassungin Eutin endete. Das hier neu begonnene wissenschaft-liche Leben dauerte bis 1805, wo der Kurfürst Maxi-milian Joseph ihn für die zu errichtende MünchenerAkademie der Wissenschaften berief, die Jacobi 1807 alsderen Präsident eröffnete, und derer bis zu seinem 1819erfolgten Tode vorstand. Er war Wahrheitsforscher,Philosoph des Glaubens und der Liebe, geistreicher Schrift-steller von lebendigem, kühnem Ausdruck.

67b. Johann Arnold von Clermont , geboren 1728,gestorben 1795, hatte zu Vaels bei Aachen, wie sein VaterEsaias, eine Tuchfabrik. Die Familie war vielfach durch