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Pfalzgrafel), wie die übrigen währenddes grossen Interreg-nums mit einer Vorwahl für den Thron gewöhnlich betrau-ten Fürsten, zu dem stehenden Amte von Wahlfürstenerhoben, die Vorgänger der in Düsseldorf wohnhaftenKurfürsten bilden. So zeigen sich hier die PfalzgrafenHohenstaufischen, Weifischen und WittelsbachischenGeschlechts sorgfältig in Arcbidapiferi und Arcbithesau-rarii geschieden. Dass aber das Wittelsbachische Ge-schlecht, aus dem die letzten rheinischen Pfalzgrafen undKurfürsten stammten, ein Wittelsbachisch-Habsburgischesgenannt ist, beruht darauf, dass die Stamm-Mutter desHauses Wittelsbach, die dritte Gemahlin Herzog Ludwigsdes Strengen von Oberbaiern, des vierten Baiernherzogsund dritten rheinischen Pfalzgrafen aus diesem Geschlechte,eine Tochter König Rudolfs I. war, so dass von allenWittelsbachischen Linien nur die von Ludwigs des Stren-gen Bruder Heinrich abstammende, die 1343 erlosch,ausserhalb der ITabsburgischen Verwandtschaft stand.
49—54. Elisabeth Augusta, Karl Theodors Gemah-lin, auch Maria. Elisabeth Augusla genannt.
Karl Theodor und seine Gemahlin waren Kinder vonBrüdern. Der Vater der Elisabeth Augusta war JohannChristians älterer, aber dadurch, dass er vor dem Vaterstarb, nicht dessen Nachfolger in Sulzbach gewordenerBruder Joseph Karl Emanuel. Da dessen Gemahlin Eli-sabeth Sophie eine Tochter Karl Philipps war, stammtKarl Theodors Gemahlin von mütterlicher Seite aus derNeuburgischen Linie. Dadurch ist sie aber auch demHohenzollernschen Hause in Brandenburg verwandt, daihre Mutter Luise Charlotte, Karl Philipps erste Gemah-lin, eine Tochter des Füisten Bogislaus Radziwil und infrüherer Ehe mit dem Markgrafen Ludwig von Branden-burg , dem fünften Sohn des Kurfürsten Friedrich Wil-helm, vermählt gewesen war, so dass sie den ersten Königvon Preussen, Friedrich I., zum Schwager hatte.
55. Graf von Bretzenheim, geboren 1805, gestorben1863, Sohn eines natürlichen Sohnes Karl Theodors,Inhabers einer ihm verliehenen reichsunmittelbarenHerrschaft, die nach einem im Kreise Kreuznach gelegenenDorfe genannt war und ihm 1801 durch den Lüne villerFrieden verloren ging, weil dieser Friede die von Oester-reich schon 1797 zu Campoformio zugestandene Abtre-tung des linken Rheinufers an Frankreich bestätigte.