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Wilhelm von des Vaters Besitzungen Neuburg und Sulz-bach durch Erbtheilung die erstere erhalten, hatte seinemjüngeren Sohne August Sulzbach hinterlassen, das sichauf dessen Nachkommen in gerader Linie bis zu seinemUrurenkel Karl Theodor fortgeerbt hat. Da nach dem Er-löschen der Linie Pfalz-Neuburg, die mit Karl Philippendete, die Linie Pfalz-Sulzbach die älteste des Pfalz-Wittelsbachischen Hauses war, trat Karl Theodor dieHerrschaft über Neuburg, Jülich, Berg und Kurpfalz an,nachdem er schon 1733 seines Vaters Johann ChristianNachfolger in Sulzbach geworden war. Dazu kam fürihn, da der bairische Zweig der Wittelsbacher 1777 mitMaximilian Joseph ausstarb, auch die Herrschaft überBaiern. Das gab zu einer Veränderung in den Religions-verhältnissen, wie sie sich namentlich in Kurpfalz an dieDynastieenwechsel geknüpft hatten, keinen Anlass, da dieSulzbach'sche Linie schon seit August katholisch war.Dagegen verminderte sich die Zahl der Kurfürsten aufacht. Dadurch wurde die Frage nach Vertheilung vonErzürntem zwischen Pfalz und Baiern vollends gegen-standslos. Ebenso erging es mit einem Streite, den, daBaiern die fünfte Kur erhalten, über das Reichsvicariatfür die Länder des fränkischen Rechtes, das auch dasrheinische genannt wurde, Pfalz und Baiern bei Gelegen-heit des nach Kaiser Ferdinands III. Tode eingetretenenInterregnums begonnen hatten, weil Baiern dieses Amtmit der fünften Kur verbunden dachte und es in die1648 erfolgte Restitution Karl Ludwigs einbegriffenglaubte. Die beiden Höfe von München und Mannheimhatten sich 1724 zu gemeinsamer, 1752 zu abwechseln-der Führung des Vicariates geeinigt. Seit es ein Kur-fürstenthum Pfazbaiern gab, war auch nur ein rheinischesReichsvicariat möglich. S. Pütters Entwicklung derdeutschen Reichsverfassung Bd. IL S. 256. Bd. III.S. 41, 120. Karl Theodor ist Gründer der DüsseldorferKunst-Akademie.
Auf einem Blatte befindet sich ausser einer Karteder verschiedenen pfälzischen Gebiete mit einer Ansichtvon Düsseldorf ein Verzeichnis der Inhaber des nieder-lothringischen nicht in einer Familie erblich gewordenenPfalzgrafenamtes und ihrer Nachfolger, welche durchKaiser Friedrichs I. Anordnung am Mittelrhein, fern vondem ursprünglichen niederlothringischen PfalzgrafensitzeAachen ihre Stelle gefunden haben und dort als rheinische