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Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
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der zweiten Nebenlinie, der Zweibrücken'schen. Diesespaltete sich nun durch Erbtheilung erst in drei, dannin vier Linien, die Neuburgische, die Sulzbach'sehe, diejüngere Zweibrücken'sche und die Birkenfeld'sche. DerNeuburgischen gehört Philipp Ludwig an, dessen SohnWolfgang Wilhelm aus dem Clevischen Erbfolgestreitals Herzog von Jülich und Berg hervorging und seinenWohnsitz in Düsseldorf behielt, wogegen die Branden-burgische Regierung bei Steigerung des Zwistes, nachCleve verlegt wurde. Ein Bildniss zeigt eine Ansicht vonDüsseldorf und nennt das Jahr 1624, in welchem dieerst später festgestellte Ländertheilung zwischen Neu-burg und Brandenburg vorläufig erfolgfe. Ein anderes,auf welchem der Pfalzgraf in ganzer Figur erscheint, istNachbildung eines Gemäldes Antons van Dyk.

15 a und b. Anna, zweite Tochter des HerzogsWilhelm, als deren Gälte Philipp Ludwig für die Neu-burgische Linie des pfälzischen Hauses den Besitz derHerzogtümer Jülich und Berg erstritt.

16 -22 und 22a, Philipp Wilhelm, Sohn und Nach-folger Wolfgang Wilhelms 16531690, seit 1685 in Folgedes Erlöschens der im Besitz der Kur befindlichen Simmern-sclien Linie des pfälzischen Hauses auch Kurfürst vonder Pfalz, da die Neuburgische Linie von den noch be-stehenden die älteste war.

Eines der Bildnisse hat eine Aufschrift, die auf dievon den Franzosen in der Pfalz verübten VerheerungenBezug nimmt. Diese Verheerungen rühren von dem Kriegeher, welchen König Ludwig XIV. deswegen unternahm,weil er auf Grund der Ehe, in welcher sein Bruder, derHerzog Philipp von Orleans, mit des letzten Pfalz-Simmern'schen Kurfürsten Karl Schwester Elisabeth Char-lotte gelebt, den Allodialbesitz der im Mannsstamm aus-gestorbenen Familie in Anspruch nahm, da derselbe sichaber aus dem Gesammtbesitze nicht auscheiden liess, denAnspruch auf das Ganze ausdehnte. Die Grausamkeit,mit welcher der Krieg geführt wurde, hat ihr Denkmalin den Ruinen des Heidelberger Schlosses, die für Düssel-dorf auch anzeigen, warum es, nachdem Philipp Wilhelmseine Residenz in Heidelberg genommen, seines NachfolgersWohnsitz, obgleich er die Kurpfalz leicht als sein Haupt-land betrachten konnte, Düsseldorf geblieben ist, das erstun-ter dem zweiten Nachfolger Karl Philipp diesen Vorzug verlor.