von Baden, der Linie von Baden-Baden. Während derGeisteskrankheit ihres Gemahls, die Hof und Land inVerwirrung brachte und dem Parteigetriebe Spielraumgab, wurde sie das Opfer von Bänken und Verbrechen,in denen sie 1597 das Leben durch einen Mord verlor, der un-aufgeklärt geblieben ist. Auf dem Bilde steht ihre Unter-schrift anscheinend als Facsimile, und beigelegt ist dem-selben ein Büschel Haare, die für die ihrigen ausgegebenwerden. Nach ihrem Tode wurde der Herzog, als seinGesundheitszustand sieb etwas gebessert hatte, zu derEhe mit der lothringischen Antonia bewogen.
6 u. ßa. Sibglla, vierte Tochter des Herzogs JohannWilhelm, Gemahlin eines Sohnes von Kaiser Ferdinands I.Sohn Ferdinand und der Philippine Welser, der, währendsein Vater Tirol besass, eine der kleinen zerstreuten öster-reichischen Besitzungen in Schwaben, die zwischen Lechund Iiier gelegene Markgrafschaft Burgau, verwaltete.
7—15. Wolfgang Wilhelm, Pfalzgraf von Neuburgund Herzog von Jülich und Berg 1614—1653.
Die Pfalzgrafschaft Neuburg an der Donau ist, wie diePfalzgrafschaft Sulzbach in der Oberpfalz 1505 ent-standen, als bei Schlichtung des pfalzbairischen Erbfolge-streites, der nach Erlöschen der Landshuter Linie derHerzoge von Baiern von dem Kurfürsten Philipp von derPfalz für seinen Sohn Ruprecht als den Schwiegersohndes letzten Landshuter Herzogs, Georgs des Reichen, gegendie Münchener Linie geführt wurde, das Recht der MünchenerLinie zur Geltung kam. Damals wurden für die beidenSöhne des während des Krieges gestorbenen Ruprecht,für Otto Heinrich und Philipp, zur Abfindung die beidengenannten Gebiete, Neuburg aus Landshuter, Sulzbachaus Münchener Besitz, ausgesondert. Da nun vou Rup-rechts Söhnen der ältere, Otto Heinrich, nach seinesOheims Friedrichs II. Tode Kurfürst wurde und von seinemBruder Sulzbach erbte, mit ihm aber die Kurlinie desPfälzisch-Wittelsbachisehen Hauses erlosch und die Ivur-würde an die Simmern'sche Linie übergehen musste, ver-machte er die beiden neuen Pfalzgrafschaften, damit nichtdas lutherische Bekenntniss, das in Kurpfalz durchFriedrich II. zur Herrschaft gelangt war und dessenVertauschung gegen das kalvinische unter der Herrschaftder kalvinischen Simmern'schen Linie zu erwarten stand,auch in jene anderen Gebiete eindringe, dieselben