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Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
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28 26 und 26 a., b. Johann Wilhelm, Sohn undNachfolger Philipp Wilhelms, 16901716.

Er ist der Fürst, dem die Stadt 1711 das Reiter-standbild auf dem Markte gesetzt hat,*) wo sie auch dervon ihm ausgegangenen Stiftung der berühmten Gemälde-gallerie erwähnt. Auf einem Bilde ist er als Reichs-verweser, S(acri) R(omani) I(mperii) Vicarius bezeichnet.Dieses Amt umfasste für die Zeit zwischen dem Todeeines Kaisers und der Wahl seines Nachfolgers die Aus-übung der oberstrichterlichen Gewalt und einiger anderenRechte, die nicht bis zu der neuen Wahl ruhen konnten.Nach der goldenen Bulle des Jahres 1356 war das Amtso getheilt, dass es in den Ländern fränkischen Rechtesvon dem pfälzischen, in denen sächsischen Rechtes vondem sächsischen Kurfürsten verwaltet werden sollte. Fürdie Länder fränkischen Rechtes war es 1623 mit derpfälzischen Kur an Baiern übergegangen und 1648 durchdie Errichtung einer neuen pfälzischen Kur zwischenBaiern und Pfalz Gegenstand eines Streites geworden,den beide erst 1724 durch einen Vertrag über gemeinsame Ausübung verglichen. Die bezüglichen Worte aufdem Bildnisse gelten also einem noch nicht unbestritte-nen Ansprüche. Das Bild 26 c, nach einem GemäldeAdrians van der Werff (16591722), der von demFürsten in Rotterdam aufgesucht und in Dienst genommenworden, gestochen, zeigt den Fürsten mit seiner zweitenGemahlin Maria Anna Luise, Grossherzog Cosimo's III.von Toscana Tochter, die ihm 1691 vermählt worden.Ein anderes Bild mit französischer Unterschrift erwähntdie erste Gemahlin, eine Tochter Kaiser Ferdinands III.,die gleichfalls Maria Anna hiess und 1689 gestorben ist.

(Eines der Bilder, den Pfalzgrafen zu Pferde vorstellend, ist eingerahmt.)

Ein Bruder Johann Wilhelms, Franz Ludwig, undein anderer, Alexander Sigismund, sind, der eine alsErzbischof von Mainz und Trier, der andere als Bischofvon Augsburg, an den diese geistlichen Würdenträgerbetreffenden Stellen dieses Verzeichnisses aufgeführt.S. 175 und 295.

27 und 27 a. Mariana (Maria Anna) SchwesterJohann Wilhelms, zweite Gemahlin König Karls II., desletzten Habsburgischen oder, wie man in Spanien und

*.) Der irgendwo gcthane Ausspruch, dass der Eürst selbst sich dasDenkmal gesetzt habe, entbehrt der Begründung, sodass es bei dem Posuitgrata civitas bleiben rauss.