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Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
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den Religionsparteien, die schon 1608 zur Stiftung derauf Bruch der Reichsverfassung hinwirkenden Union ge-führt hatte, machte sich ein von König Heinrich IV. vonFrankreich unterstütztes Bestreben geltend, in den Clevi-schen Landen, in welchen nach einem anfänglichenSchwanken die katholische Religion sich behauptet hatte,eine Entscheidung der Erbfolgefrage im entgegengesetztenSinne durch die Waffen herbeizuführen. Es gelang, zudiesem Zweck die beiden ersten der vier genanntenBewerber zu einer Besitznahme der fraglichen Länder zubestimmen, die sie bis zu einer unter sich zu treffendenEinigung gemeinschaftlich regieren sollten. Die gemein-schaftliche Regierung führte bald zur Zwietracht unddiese, nachdem von den beiderseitigen Statthaltern derNeuburgische, des Pfalzgrafen Philipp Ludwig, SohnWolfgang Wilhelm (1614) katholisch geworden war, zueiner thätigen Parteinahme der Republik der Niederlandefür Johann Sigismund und der von König Philipps II.Tochter Clara Isabella Eugenia und ihrem Gemahl Albrechtvon Oesterreich regierten spanisch gebliebenen Nieder-lande für den Pfalzgrafen. Unter manchen Wechselfällenund Vergleichsversuchen dauerte es bis 1666, ehe Cleve,Mark und Ravensberg den Nachkommen des Kurfürstenund Jülich, Berg und Ravenstein, das letzte unter Vor-behalt einer beständigen niederländischen Besatzung, denNachkommen des Pfalzgrafen endgültig zugesprochenwurden, nach welcher Theilung beiderlei Fürsten dieTitel von sämmtlichen Theilen des Erbes beibehielten.Dieser Besitzstand war jedoch schon 1624 durch einenzu Düsseldorf geschlossenen Vergleich begründet worden,so dass das 1666 Geschehene nur das Aufgeben jedesweiter gehenden Anspruchs für jede Partei bedeutete.

In der Unterschrift des Bildes 4a ist das Gesammtgebietdes Herzogs nur mit den Namen der drei Herzogtümerbezeichnet, indem das Uebrige nach Massgabe seinerZugehörigkeit stillschweigend einbegriffen ist. Ein bei-gefügtes Lobgedicht zeigt einen verstümmelten Hexameter,setzt für Johannes den latinisierten plattdeutschen NamenJan und nennt die Unterthanen des Herzogs mit demNamen des Stammes der Gugerner, die Tacitus (Hist. 4,26 und 5, 16) zwischen die Ubier und die Bataver setzt.

5. Jacobe von Baden, Johann Wilhelms erste Gemahlin.

Sie stammt aus der älteren Linie der Markgrafen

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