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Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
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Egmond, der letzte Herzog von Geldern, 1539 starb, wähltenmit dessen Zustimmung die Landstände 1538 den SohnJohanns III. zu ihrem Herzoge, aber die Anstrengungen,die seit Karls des Kühnen Zeit die Herzoge von Burgundzur Erwerbung von Geldern gemacht hatten, führten unterdessen Urenkel Kaiser Karl V. zum Ziel, so dass HerzogWilhelm 1543 in einem zu Venlo geschlossenen Vertrageseinen Ansprüchen auf Geldern entsagte. So kam Geldern,das schon einmal, in Folge der Ehe Wilhelms VIII. vonJülich und Maria's von Geldern 1372 in dessen beidenSöhnen Wilhelm IX. und Reinald gemeinschaftliche Her-zoge mit Jülich gehabt, sich aber, da beide kinderloswaren, wieder davon getrennt hatte, nun durch die neueTrennung von Cleve in den Bereich des grossen Burgun-dischen Herzogthums,um dessen grosse Schicksals wechsel zutheilen. Der Herzog Wilhelm besitzt ein grossesDenkmal in der Lambertuskirche zu Düsseldorf, dessenInschriften auch über die Verbindung der von ihm be-herrschten Länder Nachricht geben. S. Bayerle, diekatholischen Kirchen Düsseldorfs S. 43 ff.

3b. Anna, Tochter Herzog Johanns III, SchwesterHerzog Wilhelmpj, vierte Gemahlin Kimig Heinrichs VIII.von England 1540, nach einer Ehe von wenigen MonatenVerstössen.

4 u. 4 a, b. Johann Wilhelm, Herzog Wilhelms Sohnund Nachfolger, 15921609.

Er ist der letzte der Clevischen Herzoge. Nachseinem Tode machten vier deutsche Fürsten Ansprüchean das erledigte Gebiet, Johann Sigismund, Kurfürst vonBrandenburg, als Gemahl von Anna, einer Tochter vonEleonora, der ältesten an Herzog Albrecht Friedrich vonPreussen vermählt gewesenen Schwester des verstorbenenHerzogs von Jülich-Cleve-Berg, der Pfalzgraf PhilippLudwig von Neuburg als Gemahl von Johann Wilhelmszweiter Schwester Anna, der Pfalzgraf Johann von Zwei-brücken als Gemahl der dritten Schwester Eleonora undder Markgraf Karl von Burgau als Gemahl der viertenSchwester Sibylla. Der Kaiser Rudolf II. wollte derReichsverfassung gemäss die Regierung des Landes unterLeitung kaiserlicher Bevollmächtigten von der Wittwedes verstorbenen Herzogs, seiner zweiten Gemahlin Antonia,einer Tochter des Herzogs Karl II. von Lothringen, geführtwissen. Aber bei der damals hohen Spannung zwischen