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Zunder hervorholte, Feuer schlug und sich seine Pfeife an-zündete. Das war hinreichend, meinem kleinen modernen Be-gleiter, der schon ganz in der Aera der Streichhölzchen heran-gewachsen war, einen Ausruf des Erstaunens zu entlocken. Ganzahnlich verhält es sich mit dem Schreibwerkzeug; während ichin Schul- und Studienzeit noch ausschließlich mit Kielfedernschrieb, sind diese bei der heutigen Jugend ganz verschwundenund in nicht ferner Zeit wird man fragen, weßhalb man dieStahlfedern „Federn" und eine gewisse Art von Messern„Federmesser" nennt.
Und nicht minder große Umwälzungen haben in dem be-zeichneten Zeitraum auch auf dem Gebiete des medicinischenUnterrichts stattgesunden. Wenn ich bedenke, welche Summevon Kenntnissen und technischen Fertigkeiten ein junger Medi-ciner, der nur einigermaßen fleißig ist, sich heutzutage währendseiner Studienzeit erwerben kann und wie mühelos im Ganzener sich diesen Reichthum erwirbt und damit vergleiche, welcheAnstrengungen es uns kostete, einen viel geringeren Besitz zuerringen, so möchte ich die Lernenden des heutigen Tages inder That beneiden.
Wohl am evidentesten dvkumentirt sich der Unterschiedzwischen „Damals und Jetzt" im Gebiete der anatomischen Dis-ciplinen oder der thierischen Morphologie im weiteren Sinnund auf dieses Gebiet, dessen einzelne Fächer ich überdies imLause meiner akademischen Lehrthätigkeit alle als Lehrer ver-treten habe, werde ich mich daher in der folgenden Skizze be-schränken.
Vorlesungen und ttcbnngen.
Von den beiden überhaupt möglichen Methoden des Unter-richts an Universitäten war es insbesondere die eine, welche zuallen Zeiten die vorherrschende war, diejenige nämlich, beiwelcher der Lernende dem freien mündlichen Vortrag oder derVorlesung des Lehrenden nur zuhört. Diese Methode, welche