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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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Mittel zur Disposition stellte, die der Staat, der durch Los-trennung der Landschaft Basel von Basel-Stadt aufs äußersteangestrengt war, nicht mehr leisten konnte.

In dieser Zeit der Entmnthignng hielt ich es für geboten,mich in einer öffentlichen Ansprache an meine Mitbürger zuwenden*), auf das Beispiel Basel's hinzuweisen, und, dem Ein-wurf begegnend, daß Basel eine Stadt von Millionären sei,mit der Frciburg sich nicht vergleichen könne, es auszusprechen,daß, wenn nur die Opferwilligkcit gleich groß sei, auch inkleinem Rahmen Großes geleistet werden könne. So trat eineAnzahl Gleichgesinnter zusammen und am 13. Oktober wurdeunsere akademische Gesellschaft gegründet, deren einzigerZweck das Wohl der Universität ist.

20. Jubiläum. Reise uach Berlin 1875. Sicgcsdcukmal 1870.

Im Mai 1875 waren 25 Jahre verflossen, seit ich vonBasel an die hiesige Universität berufen worden war. Dieakademische Jugend beehrte mich mit einem Fackelzug, dem einCvmmers folgte; es war der dritte, welchen ich während meinerakademischen Lehrtätigkeit in Freiburg erlebte, und wohl dieletzte akademische Feier.

Tags daraus reiste ich mit Frau und Tochter nach Pots-dam, um meinen Schwiegersohn, der in diesem Sommer zumLehrbataillon dahin commandirt war, zu besuchen und betratbei dieser Gelegenheit auch zum erstenmal die Rcichshaupt-stadt Berlin.

Im Jahre 1870 ward ein Unternehmen zu Ende geführt,das mich mehrere Jahre hindurch nicht wenig in Anspruch ge-nommen hatte. Nachdem im Frühjahr 1871 der Beschlußgefaßt worden war, in dankbarer Erinnerung an die befreiende

*) Für unsere Universität. Ein Mahnwort eines FreiburgerBürgers an seine Mitbürger bei Gelegenheit der Eröffnung der neuendeutschen Reichsuniversität Straßbnrg. Wagnerische Buchhandlung 1872.