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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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die alsbald begann. Die dabei gefundenen Artefakte gelangtenalle in die großh. Alterthnms-Sammlnng in Karlsruhe, währenddie Schädel*) in der anthropologischen Sammlung des ana-tomischen Instituts unserer Universität aufbewahrt sind.

23. Das nene Aiiatomiegebniibe. <1866 u. 18K7.)

Im vorgenannten Zeitraum wurde ein Ziel erreicht, nachwelchem ich viele Jahre mit Aufbietung aller Kräfte gestrebt,der Neubau einer anatomischen Anstalt. Die Räumlichkeitenim sog. alten Universitäts-Gebäude, die bisher diesem Zweckegedient, verdienten kaum den Namen einer solchen, da sie fürUnterricht und wissenschaftliche Arbeiten ganz ungenügend undüberdies) für Lehrende und Lernende höchst ungesund waren.

Freilich konnte dies kaum anders sein, denn die betreffendenLokale waren ursprünglich gar nicht für diesen Zweck bestimmt.

Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts hatte die Ana-tomie noch gar keine eigene Stätte an hiesiger Universität,weder Hörsaal, noch Sccirsaal, noch Sammlung, und erst mitder Aufhebung des Jesuitenordens im Jahre 1773, die auchin jeder andern Beziehung so wohlthätig auf die Entwickclungunserer Universität einwirkte, gelang es, einen Anfang damitzu machen; dadurch kam nämlich das Jesuitencolleginm (diejetzige sog. neue Universität) in den Besitz der Universität undim Jahre 1774 wurde in Folge davon ein Theil des altenUniversitätsgebäudes, nämlich der ganze nördliche Flügel dermedicinischen Fakultät eingeräumt und heißt nun fortan dermedicinische oder chirurgische, wahrend der gegenüber-liegende südliche der philosophische genannt wurde.

Daß die Unterkunft für eine dem anatomischen Unterrichtgewidmete Anstalt in dem für ganz andere Zwecke gebautenHause eine ganz ungenügende und nothdürftige war, ist be-

*) Beschrieben und abgebildet in meinen- (linnin (lerinanmeinericl. ocoiä. Freibnrg 1865.