gelegenbeit*) bis zum Frühjahr 186S, wo sie von neuem auf-genommen wurde.
Um diese Zeit erließen H. Welcker und ich eine Einladungan Baer, Desor, His, Lindenschmit, Lucae, Schaaffhansen,Rütimeyer, C. Vogt zu einer Zusammenkunft in Frank-furt a. M.
Im Juni fand diese Versammlung statt, bei welcher dieVorgenannten mit Ausnahme von Baer, der unwohl geworden,und Rütimeyer erschienen. Nachdem dann noch Ed. Vieweg ein-getroffen war. wurde die Gründung des Archiv für Anthro-pologie beschlossen und die Redaction Lindenschmit und mirübertragen. Das Jahr zuvor, September 1864, besuchte ichdie General-Versammlung der deutschen Alterthumsvereinc inKonstanz, insbesondere auch, um mich mit Lindenschmit zu be-sprechen sowohl über meine Schädeluntersuchungen als über dieprojectirte anthropologische Zeitschrist. Da es mir, nachdemich die Schädelform der Insassen der sränkisch-alemanischenReihengräber nun ziemlich kennen gelernt, vor Allem daranlag, auch die der viel älteren Hügelgräber kennen zu lernen,wurden nun die in der Seegegend verbreiteten Gräber dieserArt ausgesucht. Se. Königl. Hoheit der Großherzog Friedrichbeehrte die Versammlung wiederholt durch seine Gegenwart undhatte die Gnade mich zu beaustragen, in den nächsten Tagenihm aus der Mainau, wo derselbe zur Zeit weilte, einen Vor-trag über die beabsichtigten Ausgrabungen zu halten. Diesesgeschah und es wurde nun zunächst die Ausgrabung einesgroßen Grabhügels in Aussicht genommen, welcher aus domänen-ärarischem Gebiet unweit Allensbach am Untersee gelegen war.
Ich hatte kurz vorher einen jungen Ingenieur Hrn. Dehoffkennen gelernt, welcher sich für die prähistorischen Studien sehrinteressirte und auch schon bei Psahlbauuntersuchungeu thätiggewesen war. Dieser übernahm nun die Oberleitung der Arbeit,
U Siehe hierüber l Archiv für Anthropologie B. XI S. l74.