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Arbeit hiezn das Seinige beigetragen. Nie war ich zufriedenerals uin jene Zeit, da ich oft nicht wußte, wa ich anfangensollte, um mit meinem Pensum fertig zu werden und jetzt, inmeinem fiebenzigsten Lebensjahre, da ich durch Krankheit zurUnthätigkcit verdammt bin, denke ich oft mit Vergnügen anjene Zeit zurück und verstehe erst jetzt recht den Spruch desPsalmisten: „und wenn das Leben köstlich war, so war es vollMühe und Arbeit".
Allerdings gab es auch Unterbrechungen in der emsigenArbeit und zwar sowohl angenehmer als unangenehmer Art.Im Herbst 1851 besuchte ich die Natnrsorscherversammlnng inGotha, bei welcher Gelegenbeit ich die persönliche Bekanntschafteiniger längst von mir hochgeschätzten Forscher machte, wieRathke, Huschke und Stannins, mit denen ich von da an inregem Verkehr blieb. Der erstgenannte besuchte mich balddarauf in Freibnrg und verweilte einige Tage bei mir. ImSommer 1852 besuchten wir aus ärztlichen Rath das SeebadBlankenberge und zwar im Interesse unseres Alexander, derwiederholt an Cronp-Anfällen gelitten hatte. Die Wirkung ansihn war auch eine recht günstige, dagegen brachte ich einWechselsiebcr mit nach Hause, das mich auch trotz aller Mittelund obgleich hier in Freiburg Wechselsieber gar nicht vor-kommen, den ganzen Winter nicht verließ. Im Frühjahr giengich, da mir ein Landaufenthalt angerathen war, zu Freundenins badischc Oberland. Ein Bauer, der im Hause ein- undausgieng und von meinem Leiden hörte, erbot sich, dasselbe zuvertreiben durch „Sympathie". Ich willigte ein, da ich meiner-seits nichts zu thun hatte, als Namen und Geburtstag anseinen Zettel zu schreiben. Trotzdem stellten sich die Vorbotendes Allfalles wieder ein, allein — mirabilo üiotn — der Anfalltrat nicht ein und auch fernerhin keiner mehr. Ein Freundwunderte sich damals, daß ich, ein Physiologe, mich zu diesemMittel verstanden habe; ich meinte aber, wenn irgendwo, sogelte hier das Wortl der Zweck heiligt die Mittel und über-