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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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Schon viele Wochen vorher hat sich die Schuljugend vor allenThoren in dieser Kunst geübt, so daß man wenigstens allmüligvorbereitet wird. Jeder richtige Baseler hat dies einmal mit-gemacht, besitzt seine Trommel und hört noch in alten Tagendieser Musik mit Behagen zu. Anders die Nichtbaseler, vondiesen kann man wohl sagen: „und wer es hört, ergreift dieFlucht". Das hatte auch ich mehrmals gethan und die Tagein Freibnrg zugebracht. In diesem Jahre aber stand eingroßer Maskenzng in Aussicht, den wir nicht versäumen wollten.Da die Sache von jungen reichen Kaufherren in die Hand ge-nommen wurde, die mit dem Gelde nicht eben knauserten undda künstlerische Hülfe zu Gebote stand, so konnte wohl etwasGutes erwartet werden und diese Erwartung wurde im Ganzenauch nicht getauscht.

Der Zug sollte hauptsächlich Ereignisse des Jahres 1848darstellen und man muß zugeben, daß im Allgemeinen dabeieine ancrkenncnswerthe historische Objectivität und Gerechtigkeitvorwaltete, indem alle Parteien so ziemlich gleichmäßig mit-genommen wurden und nur wenige gehässige Gemeinheiten mitunterliefen. Man sah da Larko .ikborto mit einer großenLxaäa ä'Itaiia, ans der Flucht in einem Wägelchen, neben ihmeinen Jesuiten als Beichtvater, ferner Herwegh mit dem Spritz-leder, Frau von Strnve ic., ferner eine große „Demokraten-Mühle"; in welche oben Blousenmänner hineingeworfen wurden,die dann unten befrackt und besternt herauskamen n. a. m.

Doch schon hieß es wieder: „Weg von Lnstgesang undNeigen", dieser Anfang des Aschermittwochlieds von I. G.Jacobi, das der Dichter s. Z. meiner Mutter in ihr Andachts-buch geschrieben hatte und das mir so geläufig war, wie dasVaterunser — fiel mir lebhast ein, als ich erkennen mußte,daß die Zeit ruhigen Arbcitens, auf die ich bei Beginn desJahres gehofft, schon wieder zu Ende und daß voraussichtlich