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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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Nheinbrücke war min vorzugsweise von einem Publikum Neu-gieriger (meist Deutsche) aus Basel und dem Badischen besetzt,welche die aus Deutschland kommenden Postwagenconducteureausfragten und Zeitungen in Empfang nahmen.

Eine empfindliche Lücke entstand um diese Zeit in unseremdeutschen Freundeskreise in Basel durch den Weggang vonSpieß, der, ein geborener Hesse, vom Großherzog von Hessennach Darmstadt berufen wurde, um das Tnrnwescn in seinemengeren Vaterlande zu organisircn und zu leiten. Bei derRuine Schauenburg, an einem lieblichen Punkte des Jura, gabenwir ihm am Tage vor seiner Abreise, am 14. Mai, ein Ab-schiedsfest, bei dem auch Jung, de Wette und Wackcrnagelgegenwärtig waren und bei dem begreiflicher Weise die Gegen-wart und Zukunft unseres geliebten deutschen Vaterlandes fastden einzigen Gegenstand der Gespräche und Reden bildete.

Am 17. Juli, mit Beginn der damals in Basel an derUniversität noch bestehenden Sommer- und Hnndstagserien, reisteich mit meiner Frau und Kindern zum Besuch meiner Schwieger-eltern und meiner Mutter nach Freibnrg, und von da dannallein nach Frankfurt, da ich ungeduldig war, die berühmtenPersönlichkeiten der PanlSkirche von Angesicht zu Angesicht zusehen und eventuell zu hören. Den ersteren Zweck erreichte ichziemlich vollständig, das letztere gelang mir nur bei Gagern,Schmerling, Dahlmann u, e, A, Bei dieser Umschau begleitetemich Spieß, den ich in Darmstadt besucht und abgeholt hatteund der in Frankfurt schon einigermaßen oricntirt war. Auchden Reichskanarienvogel Rössler v, Oels bekam ich zu sehen,natürlich auch R, Blum, Lichnowski, welch' letzterer 2 Monatespäter (18. September) den Mörderhänden erlag. — Am21. August kehrte ich nach Basel zurück, in dessen Nähe esnun bald wieder unruhig wurde. Im September erschienStruve wieder aus dem Schauplatz und am 21. proklamirteer die Republik in Lörrach, am 24. fand das bekannte Gefechtbei Staufen statt, in Betreff dessen bekanntlich die Geschworenen

Ecker, Hundert Jahre. 7