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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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freundlich und besprach Alles mit mir. Die Sache verlief aberim Sande, da eine schvn früher mit Arnold angeknüpft ge-wesene Unterhandlung auf's Nene ausgenommen wurde. Dafüraber ging eine andere Geschichte an, der das folgende Capitelgewidmet fein soll.

Die Vorlesungen, die ich in den 3'/- Jahren meinerWirksamkeit an der Heidelberger Hochschule gehalten, waren:Pathologische Anatomie, Ostevlogic und Shndesmologie, Topo-graphische Anatomie, vergleichende Anatomie und Rcpetitorienüber die gcsanuntc Anatomie.

Unter meinen Zuhörern dieser Zeit befanden sich ver-schiedene, die ein freundliches Geschick mir später als Kollegenoder Freunde nahe brachte, wie A. Kußmanl, Jaeob MoleschottA. von Frankens, Luschka.

10. Berufung nach Basel.

Meine dienstlichen Verhältnisse in Heidelberg waren, wieoben erwähnt, durchaus angenehm, der tägliche Umgang mitBischoff und nachher mit Heule bot mir reiche Belehrung undAnregung, meine gesellschaftlichen Verhältnisse konnten nichtbesser sein und wenn ich daher auch, wie jeder junge Doeenterwartete, in nicht zu langer Zeit eine selbständige Stellungzu erhalten, so war ich doch keineswegs in der Lage, um jedenPreis fort zu wollen, ich gedachte vielmehr, mir eine gewisseWahlfreiheit vorzubehalten und keineswegs überall hin zugehen, wo sich mir etwa eine Stellung bieten würde. Unterden Städten jedoch, die ich bei diesen Reflexionen Revue passivenließ, befand sich Basel bestimmt nicht. Diese Stadt, die manmeist nur als eine Stadt der Millionäre und der Pietistencharakterisircn hörte, war mir trotz der geringen Entfernungvon Freiburg nur wenig bekannt und ich hatte sie meist nuraus Schweizerrcisen als Durchgangspunkt kurz und eilig berührt.Von einer Universität Basel war aber noch weniger bekanntund als die in der Kapitelüberschrift genannte Thatsache wirk-