schien sie erst später*), dadurch wurde ich auch zu Unter-suchungen über die Cerebrospinalslüssigkeit veranlaßt**)
Auch an zootvmische Arbeiten machte ich mich jetzt hinund wieder und der Umstand, daß damals im Frühling häufigund bisweilen recht große Exemplare von Uatromz^on marinnsim Neckar gefangen wurden, gab mir Veranlassung, die Ana-tomie dieses Thiercs zunächst nur zu meiner eigenen Informationzu bearbeiten, veröffentlicht habe ich darüber Nichts als diekurze Notiz über Flimmerbewegung im Gehörorgan***).
Im Herbst 1843 verließ Bischoff zu meinem großen Be-dauern Heidelberg, um einem Ruf nach Gießen Folge zu leisteu.
Der Winter 1843/44 brachte mir verschiedene Unruhe.Am 22. Januar fand die öffentliche Hinrichtung einer Fraustatt, der ich in meiner Stellung mit mehreren meiner Zu-hörer, obwohl sehr gegen meine Neigung, unter dem Schaffstanwohnen mußte, um noch einige Beobachtungen und Versuchenach der Enthauptung anzustellen.
Zu Ostern traf Henle ein um Bischoffis (und bald daraufTiedemann's) Stelle einzunehmen. Um diese Zeit erhielt ichein Schreiben von Wunderlich in Tübingen, dessen Bekannt-schast ich schon in Paris gemacht und mit dem ich als Mit-arbeiter am Archiv für physiologische Heilkunde seit längererZeit im brieflichen Verkehr gestanden hatte, welches die Mit-theilung enthielt, daß Professor Rapp in Tübingen die Absichthabe, die Professur der Anatomie, die er dort neben der Zoologieinne hatte, abzugeben und nur die letztere zu behalten. Erlud mich ein. selbst nach Tübingen zu kommen, um mit Rappzu sprechen. Das geschah denn auch; Rapp empfing mich sehr
*) A. Ecker, Physiologische Untersuchungen über die Bewegungendes Gehirns und Rückenmarks und den Einfluß der Cerebrospinal-flüssigkeit aus dieselben. Stuttgart 1843. 8°.
**) lieber die Cerebrospinalslüssigkeit nach Mngendis Arbeitenund eigenen Beobachtungen. Archiv für physiologische Heilkunde 11.^
***) Müller 's Archiv f. Physiologie 1844.
Ecker, Hundert Jahre. g