— 39
?ilius Ine äomiui msäieifaeot nuiens Lcleer,lilatris amor kusrat clelieiaoqns pntris?Iorem dune messuoras cur Nors? —
(jui sovit ennclöiriImn nocnit messi saepins irrte ineire^)
In deutscher Uebersetznng:
Hier liegt der einzige Sohn des Arztes Ecker begraben,Der, wie der Mutter Lust, so seines Vaters Stolz.
Sag' o Tod! warum mußtest diese Blüthe Du mähen?
Meine Erndte zu oft hat vernichtet des Vaters Kunst.
Uns Epigonen, d. h. meinem drei Jahre älteren BruderKarl (geb. 1813) und mir wurde der verstorbene Bruder stetsin jeder Beziehung als ein Muster hingestellt, so daß unsschließlich Bruder Franz wie eine Art höheres Wesen, ein füruns fast unbegreifliches Ideal eines Knaben erschien, demirgendwie gleichzukommen wir gar nicht denken durften. NachAllem was ich übrigens von meinen Eltern und unserer altenKindsmagd, die auch die seine gewesen war, gehört habe, darfich Wohl annehmen, daß sich mein Vater mit seiner Erziehungviel mehr beschäftigt habe als mit der unsrigen. Dies hatteaber wohl darin seinen Grund, daß mein Vater in der Un-tröstlichkeit über den Tod seines Lieblings sich mit der Fragequälte, ob an dem frühen Tod desselben etwa zu frühe und zuanstrengende geistige Beschäftigung mit Schuld gewesen? (Derkleine Franz war in der That ungewöhnlich weit voran, warschon im Lateinischen ganz zu Hanse und kannte die ganzeFlora der Umgebung). So änderte er wohl sein System undbegnügte sich bei uns mit Geringerem.
2. Erste Kindheit.
Ich bilde mir nicht ein, daß irgend eine Begebenheit ansdieser Zeit für irgend Jemand von Interesse sein könnte, kaum für
"y Die Grnbschrift findet sich in folgendem Büchlein.' Ihn-grammatum liln'i äuo; svripsit I'. U. II. 9. 8. H. lUatsr UasildmUgAAls orcl. 3t. lZoue<l.) als Nr. 337 der Epigramme. Das Büchleinist auf der Nuiv.-Bibliothek vorhanden unter Nr. bl,137a.