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Szadcck im damaligen Südpreußen angestellt, hiemächst in gleicherEigenschaft nach Czenstochau versetzt und dann zum Kammcr-Secretair bei der Kriegs- und Domaincn-Kammcr in Kalisch er-nannt. Im August^1863 trat er in Disponibilität, bis im Juni1866 seine Wiedcranstellung als Kreis-Steuer-Einnehmer inTrebnitz in Schlesien erfolgte.
Diese Anstellung fiel in die schwere Zeit, in welcher derKreis .Trebnitz von feindlichen Truppen besetzt war, und da unserLudwig der französischen Sprache, der Sprache, wie wir gesehenhaben, seiner Mutter und, wie wir bald sehen werden, seinerdamaligen Gemahlin, wie der deutschen mächtig war, so wurdendie Verhandlungen mit den französischen Chefs über die unaus-gesetzte» Requisitionen im Kreise stets durch ihn geführt, wodurcher viel zur Erleichterung der Lasten desselben beitragen konnteund sich erheblichen Einfluß, Anhänglichkeit und Liebe bei denKreis-Ständen erwarb.
Bei Einführung der Städte-Ordnung im Jahre 1869 inTrebnitz übernahm er neben seinem Staatsamte in der durch dieKriegsverhältnisse sehr verarmten Stadt unentgeltlich das Bürger-meister-Amt, ebenso ohne jede Retribution während des Jahres1813 die Jnspection über das im dortigen Kloster errichtete,mit 866 Kranken, worunter 366 Typhnskranke, belegte Militair-lazareth, bis ein schweres, durch den nnvermeidlichen Contactmit Letzteren ihn befallendes Nervenfieber ihn dem Tode nahebrachte und mehrere Monate hindurch an das Krankenbettfesselte.
In ausdrücklicher Anerkennung dieses seines patriotischenVerhaltens erhielt Ludwig mittelst Allerhöchsten Patentes vom9. Mai 1816 den Charakter als Königlicher Hofrath.
In die Ze-t seiner Dienstwirksamkeit in Trebnitz fällt wegender Nähe des Ortes an Breslau auch seine eifrige Theilnahmean der Freimaurer-Thätigkeit der Loge zu den drei Weltkugelndaselbst.
Als sehr redegewandt wurde ihm bei besonderen Anlässenund Feierlichkeiten die Ansprache au die Brüder übertragen.Unter den nach seinem Tode vorgefundenen Papieren hat sichvon seiner Hand das Concept zu der Festrede vorgefunden, die