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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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Classe erhielt er dasselbe am 31. Juli 1835. Bereits am6. Juni 1829 hatte er die ihm an den Gütern Würgsdorf undHalbendorf zustehende Hälfte für 43,565 Thaler an seinen BruderHans verkauft. Er starb auf ersterem Gute unvermählt am9. Mai 1847.

Schon von dem Tode des Vaters ab hatte sich dessen jüngsterSohn Hans, auf dessen zwei Augen zuletzt die Descendenz derMichelsdorfer Linie beruhete, der Bewirthschaftung der beidenGüter vorzugsweise unterzogen, auch als sie noch nicht in seinalleiniges Eigenthum übergegangen waren. Er war zuvor undzwar bis zum 29. März 1821 im activen Militairdienst gewesenund im 3. Dragoner-Regt. am 35. Septbr. 1819 Offizier ge-worden; im 7. Landwehr-Regiment ward er am 13. Septbr.1837 Premier-Lieutenant; unterm 19. April 1849 wurde ihmder Abschied als Rittmeister mit der Regiments-Unisorm bewilligt.

Im Jahre 1852 trat eine Catastrophe ein; Hans hatte einWaldgut im Glatz'schen, Burg Waldstein nebst Glashütte vondem Fürsten Pückler-Muskau für 75,555 Thaler gekauft, aufwelchen: 55,555 Thaler Schulden eingetragen waren, für dieder Bestand des Waldes haftbar war; das Restkaufgeld von25,555 Thalern hatte er nicht baar berichtigt, sondern auf Würgs-dorf-Halbendorf hypothekarisch eintrage» lassen. Als Hansmit Holzschlagen in den: neuerkauften Gute vorging, wurdevon den Hypothekengläubigern, welche darin eine Deteriorirungihres Pfandobjectes fanden, dagegen eingeschritten, und es kamschließlich dazu, daß das Gut zum zwangsweisen Verkauf unddamit wieder in die Hände des Fürsten Pückler-Muskau zurück-gelangte; wegen der auf Würgsdorf-Halbendorf haftenden 25,555Thaler wurde dann auch die Snbhastation dieser Güter ertrahirt,so daß auch diese zum öffentlichen Verkauf kamen.

Der letzte Besitzer, Hans Praetorius von Richthofen über-lebte diesen Verlust nicht lange; er starb, wie seine ihm voran-gegangenen Brüder unvermählt, am 7. März 1858. Mit ihmerlosch somit diese Linie unserer Familie, in welcher Raine undWappen seit der Aufnahme der Familie in den BöhmischenRitterstand 1661 keine Veränderung erfahren hatte.

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