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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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Pflichttheilsverletzung hervorgerufen, lasse schließen, daß derNachlaß nicht von besonderer Beträchtlichkeit gewesen sein dürfte;außer dem Wuuschc einer freien Bemirthschaftung der Güter seiauch ciuc Heirath, welche der Ourauäus einzugehen im Begriffstehe und welche seine (luratoi-ss für vortheilhaft hielten, derHauptanlaß zu diesem Gesuche. Auf dem Bericht ist vermerkt:Ita, oonolusum in oonsilio Status. Danckelmann." Die Vsniaastatis wurde hierauf bewilligt äcl. Berlin 5. Februar 1790,jedoch vorbehalten, daß Hans Ernst von Richthofenvon seinenImmobilien ohne vorgängige oausae ovAuitions und äsorstonichts veräußern oder verpfänden dürfe". Die geforderten Ge-bühren für dies Dekret betrugen zwanzig Thaler und wurdenan die Kgl. Chargen-Kasse zu Glogau eiugezahlt.

Die vorgedachte inteudirte Heirath hatte inzwischen bereitsim December 1789 stattgefunden und zwar mit JohanneMarianne Amalie, am 11, April 1767 geborener Tochter desKriegs-Raths Nicolovius, welcher einige Zeit vorher das GutHeincrsdorf, früher im Besitz der Nichthofen'schen Linie diesesNamens, vortheilhaft erworben hatte und auch nach dessen Ver-kauf als ein vermögender Mann galt.

Hans wurde 1797 zu den Funktionen eines Marsch-Com-missarius im Bolkenhapner Kreise berufen. Zu Johanni 1799wurde er daselbst zum Landesältesten erwählt, ihm auch gegenEnde des Jahres 1800 die Urbarsten-Regulirung als Urbaricn-Commissarius des Kreises übertragen. Die in aller Hinsicht ent-sprechende Ausführung dieser Regulirung hatte zur Folge, daßihm die Kreisstäude einen neuen Beweis ihres Vertrauensgaben; auf ihren.Vorschlag wurde er im Jahre 1805 zum Land-rath des Bolkenhapner Kreises Allerhöchst ernannt, ein Geschüfts-zuwachs, der ihn am Ende desselben Jahres veranlaßte, dasAmt eines Landesältesten niederzulegen. Dem Landrathsamtdagegen hat er bis zu seinem in Würgsdorf am 10. Januar 1823zum allgemeinen Bedauern des Kreises plötzlich am Schlagflußerfolgten Tode in rühmlichster Weise vorgestanden. Seine sterb-liche Hülle ruhet in einem von ihm auf dem Friedhofe zuBolkenhapn gestifteten Erbbegräbnis woselbst eine Marmorplattemit Inschrift die Stelle zeigt.