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Königs, ein vortrefflicher Gemahl in allen dreien ehelichen Ver-bindungen, ein zärtlicher Vater seiner Kinder, ein guter Herr vonseinen Unterthanen. Seine rühmlichen Eigenschaften und unerwarteteEinfälle machten ihn zu einem angenehmen Gesellschafter. Erhatte die seltene Gabe, beständig heiter und munter zu sein undjeden aufs Beste zu unterhalten. Seine Erfahrung war aus-gebreitet und groß. Er konnte eine Sache geschwind beurtheilenund in verworrenen Umständen weislich rathen. Seine Gast-freiheit übertraf alles, was man davon sage» kann." Die ineinem anderen Zweige unserer Familie über deren Geschichte vor-handene, bereits gedachte und später näher zu besprechende Auf-zeichnung bezeichnet seinen Tod mit den Worten: „Er starb schnell,aber beklagt von sehr vielen fremden Personen"; es mag dieseFassung wohl andeuten sollen, daß seine Gastlichkeit ihm vieleFreunde außerhalb der Familie verschafft hatte, während die letztereselbst wohl das Gefühl haben konnte, hierunter gelitten zu haben.
Der Verstorbene hatte noch zwei Jahre vor seinem Todeam 4. Januar 1784 das Ableben seiner Schwiegertochter, derGatun seines ihn überlebenden Sohnes Gottlieb, wie wir ge-sehen haben, einer geborenen von Prittwitz, zu erleben, aber nochkurz vor seinem Tode auch die Freude, am 5. Mai 1736 inSchmitzdorf der Wiedervermählung desselben mit Louise Wilhelminevon Studnitz beizuwohnen, welche, am 9 Januar 1756 geboren,ihre Eltern Carl Wilhelm von Studnitz auf dem ebengedachtenGute und Johanne Luise geborene von Prittwitz a. d. H. Karischbereits 1779 bezw. 1768 durch den Tod verloren hatte.
Mit dein Tode des Freiherrn Sainuel, dessen Wittwe sicham 26. October 1790 mit dem Oberamts-Director Steudner,dann in dritter Ehe mit dem Major von Mellenthin auf Gossen-dorf wieder vermählte und an letzterem Orte am 18. Februar 1833verstarb, ging nach den väterlichen Dispositionen und dem schle-sischen Erbrechte das Gut Ober- und Nieder-Hertwigswaldau,nach einem Beizettel zu dem väterlichen Testamente zu einemWerthe von 108,000 Thlr. veranschlagt, auf den ältesten ihnüberlebenden Sohn über.
Dieser, Gottlieb Ferdinand Konrad, Freiherr von Richt-hofen auf Tschanschwitz befand sich bei Uebernahme von Hert-