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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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Gutsherr auch, obwohl soust «ach allen Seiten in Anspruch ge-nommen, ausführen ließ. Mehrmals war Samuel iu Lebens-gefahr; so drohte ein Feldscheerer, welchem er die gestohleneuZiegen und Hühner wieder abnehmen lassen wollte, ihn zu er-schießen. Samuel flüchtete iu das Landraths-Amt nach Jauer, rittindessen am 27. August auf die Nachricht, daß das Schloß voneiner Plünderung durch die Löwensteinschcn Dragoner bedroht sei,nach Peterwitz zurück, wo er erfuhr, „daß ein gottloses Frauen-zimmer in Jauer, die lange Therese genannt, ihn als Spionangegeben" habe. Auf sein Verlangen, sofort vor den HerrnFeldzeugmeister geführt zu werden, wurde er von einem Cor-pora! arretirt, aber statt zu Ersterem, nach Conern zum GeneralNaundorf gebracht, welcher ihn, ohne ihn vorzulassen, iu dasder Wache gegenüber liegende Quartier eines Offiziers bringenließ, der für seine Observation verantwortlich gemacht wurde.„Mein Lager" schreibt er, „bestand auf einem steinernen Estrichaus ein paar Schütten Stroh, und dort mußte ich den 28.,29. und 30, August ohne Essen und Ruhe zubringen, und wurdeohnerachtet alles Bittens nicht vor den Herrn General gebracht."Als am 31. August das Nauudorfsche Corps nach Striegauaufbrach, wurde er krank dorthin mitgenommen, aber durch dieGemahlin des Landraths von Seydlitz mit Thee gestärkt undmit jungen Hühnern tractirt. „Endlich am 1. September" —so schreibt er — „durfte ich den General von Naundorf sprechen,welcher mich sehr gnädig empfing, viel politesss zeigte und mirzu erkennen gab, daß es ihm leid sei, daß ich so lange aufge-halten worden, da doch nichts gegen mich habe aufgebracht wer-den können, er dimittirte mich nun und gab mir zwei Mann alsEskorte bis Jauer mit", von wo Samuel sich nach Peterwitz be-geben durfte, wo er seine Frau „zwar in Freudenthränen, aberäußerst chagrinirt uud schlecht krank wegen der erlittenen Angstvorfand." Das veranlaßte die zeitweise Translocation der Fa-milie nach Jauer, um dem Arzt und Apotheker näher zu sein.

Nun ritt unser Samuel in schwerer Sorge fast täglichzwischen Peterwitz, Hertwigswaldau und Jauer hin und her.Auf den beiden Gütern waren in den Schlössern feindliche Offi-ciere, für deren Bedürfnisse gesorgt werden mußte, und die An-