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[Hauptband] (1884)
Entstehung
Seite
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seiner Schwester Ursula verzeichnet sind- Johann auf^Puschvor-werk, Conrad auf Groß- und Klein-Schmoltz und Eleonora verehel.Raffer. Die jüngere Schwester Anna Maria wurde mit einemvon Ratzbar in Breslau vermählt, und mit einer Aussteuerversorgt; etwas Weiteres ist über sie nicht bekannt geworden.

Ihre Mutter scheint nach Allem, was wir darüber zu er-mitteln vermochten, auch nach der allmälig eingetretenen Majo-rennität aller drei Söhne die obere Leitung der Gcsammt-Jn-teressen der Familie, welche unter ihrer energischen Führungnun zu großem Wohlstande gelangt war, in ihrer Hand behaltenzu haben, und es zu einer thatsächlichen Theilung des Eigen-thums unter jene Söhne erst mit ihrem Ableben gekommen zu sein.

„1696 den 26. Januar" — dieß entnehmen wir wörtlichdem Kirchenbuche zu Raußke — „ist Frau Maria Praetorius vonRichthofen Frau auf Raußke und Hertwigswalde allhier beerdigt,oder beigesetzt worden, alt 61 Jahr 27 Wochen 3 Tage." Sieist hiernach im Juli 1634 geboren und überlebte ihren Gattenum länger als 31 Jahr. Was sie nach dein frühzeitigen Verlustihres Mannes während der Vormundschaft über ihre Kindergeleistet, hat jedenfalls zur Constituirung unserer Familie we-sentlich beigetragen. Ihr bleibe in derselben ein dankbares An-denken gewidinet. Beim Tode ihres Mannes kaum 30 Jahr altund in guten äußeren Verhältnissen hinterblieben, mag sie wohlin ihrem Wittwenstande nicht unumworben gewesen sein. Siehat indeß lediglich ihren Mutterpflichten gelebt und auch darinein nachahmungswürdigcs, unter ähnlichen Umständen in unsererFamilie nicht jeder Zeit beobachtetes Verhalten bewiesen.

Von ihren und ihres Gatten Johann Praetorius von Richt-hofen drei Söhnen Samuel, Johann und Christoph blieb derletztere kinderlos; von den beiden anderen stammen alle jetztlebenden Mitglieder der Richthofen'schen Familie ab.

Der älteste der drei Brüder, Samuel, welchem aus demväterlichem Erbe Nieder-Hertwigswaldau und der obere Serner-wald zugefallen waren, war zweimal verheirathet, wie sich dießausdrücklich aus einem ihm in der katholischen Kirche zu Hert-wigswaldau, woselbst er begraben ist, errichteten Upitapllwmergiebt, welches folgendermaßen lautet-