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[Hauptband] (1884)
Entstehung
Seite
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äs 1650" ergiebt sich, daß der Besitzer von Raußke undHertwigswalde, der Woywode Caspar Dönhoff, ?alg.tiuusSeruäisusis, inzwischen mit Tode abgegangen war, wodurch„das Rechtsverhältniß der Guter in priorein stutnm gelangteund selbige zum drittenmal)! Kaysl. Maytt. anheimfielen."Es wird weiter darin bemerkt, „daß zur selben Zeit TobiasPraetorius die Schuldt menschlicher Natur bereits ebenfalß be-zahlet habe" und in Folge dessen sein Sohn Johann, Namensder Praetorischen Erben (die Mutter wird nicht erwähnt)als Rechtsnachfolger und Prätendent auf die Güter aufgetreten sei.

Johann Praetoriuswar, wie gedacht, am 11. September 1611, wohl zu Schmiedeberg,geboren und demzufolge bereits mündig, als er 1611 mit demSohne seiner Stiefmutter aus deren erster Ehe den bereits gedachtenErbverbrüderungs-Vertrag abgeschlossen hatte; er hatte — wie dasbereits erwähnte Mannscript der Familiengeschichte besagt —Jura studirt, jedoch sich dem Landleben zugewendet und vonseinem Vater das Puschvorwerk bei Schmiedeberg zugewiesenerhalten, weil er sich gänzlich dem Landleben widmen wollte.

Im Jahre 1650 trat derselbe und zwar am 22. Februardurch Vermählung mit der im Juli 1631 geborenen, also fast23 Jahr jüngeren Marie Kluge zum zweiten Mal in den Ehe-stand, nachdem er mit Anna geb. Klein kurze Zeit, nämlichvom Jahre 1615 (näheres Datum unbekannt) bis zu ihremam 22. December 1618 erfolgten Tode, ohne nachgelasseneDescendenz verheirathek gewesen war. „Beider Frauen Eltern"

so sagt unser Familien-Manuscript — „sind unbekanntgeblieben, wahrscheinlich aber ist die Klugin eine Verwandtederjenigen Herrn Kluge gewesen, welche als große Kaufleute 1726in den Adelstand erhoben wurden." Die letztere werden wirdemnächst nach dem Tode ihres Gemahls als eine für das Wohlihrer Kinder eifrig bedachte, kluge und energische Frau uäherkennen lernen, wenn wir auch über ihr Hcrkommeu uichts Sicheresauszumitteln vermochten.

Bleiben wir, um uns demnächst zu Raußke und Hertwigs-waldau zu wenden, vorerst bei dem Besitz von Puschvorwerkstehen, in welchem wir den Johann Praetorius bei des Vaters