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[Hauptband] (1884)
Entstehung
Seite
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Praetoriusschen Forderung nicht etwa neue Ansprüche des vonManteuffel hervorzurufen. Die Denunciation gegen unseren To-bias hatte indeß doch keinen ersichtlichen Erfolg und die Actenkamen, wie wir später sehen werden, erst nach seinem Ablebenauf dieselbe wieder zurück; sie hatte aber immerhin augenblicklichso viel Wirksamkeit, daß, zumal bei der allgemeinen Stimmunggegen die Anhänger des unglücklichen Grafen Hans Ulrich Schaff-Gotsch, es dem Tobias Praetorius nicht gelang, ^irgend etwaszur Rettung seiner Forderung durchzusetzen.

Indessen schien eine günstigere Wendung einzutreten, als derOberst von Manteuffel-Zögen am 21. December 1637 mit Todeabgegangen war und durch sein Testament zwei im Fürstenthumnicht Belehnte „denen Privilegien zuwider" und zwar den CasparDöhnhosf, „Ualatiirrm sornclisnsis" (wahrscheinlich von Sieradz)und Wopwoden von Polen, zum Erben der Güter und eine„Freyele von Hohenzollern" zu zweijährigem Ususfructus der-selben eingesetzt hatte. Hierdurch fielen die Güter an den Kaiserzurück, welcher zwar mittelst Rescripts vom 12. Juni 1638 dieDispensation des Caspar Döhnhosf von der Zugehörigkeit zumFürstenthum aussprach, die Nebcrweisung der Güter jedoch andie Bedingung knüpfte, „daß derselbe die uff diesen Güt-tern haftende Forderung dem ll'llobia.e Urastariobezahlen und die Frepele von Hohenzollern contentiren so lle."Wir machen hier bereits auf die in dem späteren Verlauf derDinge so einflußreiche Fassung dieses Rescripts in Betreff derdanach ausgesprochenen Haftung beider Güter für die Praeto-riussche Forderung aufmerksam.

Ungeachtet dieser Kaiserlichen Bestimmung erfolgte jedochebensowenig eine Bezahlung an unseren Tobias Praetorius, alseine Befriedigung der „Freyele von Hohenzollern". Diese wareine Tochter der, wie oben bemerkt, 1611 verstorbenen Mutterdes Hans Ulrich Schaff-Gotsch aus deren zweiter Ehe mit demGrafen von Hohenzollern; ihre Berücksichtigung im gedachtenTestament scheint zur Ausgleichung gewisser Ansprüche derLetzteren erfolgt zu sein.

Die angestrengten Prozesse hatten kein ersichtliches Ergebniß.Die Kriegswirren und das während derselben, durch fortdauernde