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Benedict! (bei Scliamel. Sülfeld. §. 4.) stellt Nichts von einem Adelger,viel weniger von einem Witzleben, da gar keine Zunamen vorkommen.
Biedermann, der noch am genauesten gearbeitet bat, leitet (in seinemGeschlechtsregister der Reichsfrei unmittelbaren Ritterschaft Landes z.uFranken löblichen Orts Rhön und Werra, Tab. CCCLIII.) unser Geschlechtvon Alhard von Witzleben, 11G5, ab, nennt dessen Sohn Fritz, derum 1186 die Burg Witzleben baute, giebt aber keine Quellen an und be-geht auch mancherlei Irrthümer.
Eins der jämmerlichsten Machwerke sind aber des edlen Herrn vonGleichenstein genealogische Tabellen (im Anhang zu Rudolplii Gotha Diplo-matien), denen der Königlich Poln. u. Kurfüstl. Sachs. Accis-InspectorValentin König in seiner Adelshistorie folgt.
Von den unzähligen darin vorhandenen Fehlern und Ungenauigkeitenerwähnen wir nur, dass er von zwei Brüdern, die er die Söhne Heinrichsvon Witzleben nennt, den einen, Ernst, 1241, den andern, Hermann, 1328leben lässt; von zwei andern Brüdern, Heinrich und Bing, lebt der erstere1434, der letztere 1357, dieses Irings Söhne aber 1488. Es sind diesnicht etwa Druckfehler, sondern die ganzen Zusammenstellungen sind falsch,indem er gleichnamige Personen verwechselt.
Die angeführten Beispiele mögen genügen, um die Zuverlässigkeitdieser Stammtafeln darzuthun.
Als der Erste unseres Geschlechts wird nach Peccenst. Theatr. Sax.p. 302 in den Sächsischen und Thüringischen Chroniken Fritz von Witz-leben angeführt, welcher als Ritter und Edler des Grafen Ludwig vonThüringen mit dem Bart in der Schlacht, so Kaiser Heinrich V. mit denSachsen 1113 beim Welphesholze zwischen Hettstedt und Sanderslehengeschlagen, nebst dem Grafen Hoyer von Mansfeld und anderen gebliebensei. Peccenstein (und nach ihm Goth. Dipl. H. p. 330) irrt aber bedeutend.Ludwig der Bärtige ward Graf von Thüringen 1039; erst sein Enkel Ludwig III.(der Sohn des am 7.Maill23 alsMönch im Kloster Reinhardsbrunn gestorbenenLudwigs des Springers) besiegte in Verbindung mit mehreren Fürsten inThüringen und Sachsen am 11. Febr. 1115 beim Welphesholze den KaiserHeinrich V., dessen Heer Graf Hoyer von Mansfeld befehligte.*)
*) 1113 siegte Graf Ho3 T er in einem Gefecht hei Warnstedt in der Nähe von Qued-linburg. Cf. übrigens Döring Thür. Chron. p. 182, Spangenberg Mansf. Chron. fol.245 1)., Schöttgen u. Kreysig: Nachlese der Eist. v. Ober-Sachs. II. p. 233, KönigAd. Hist. I. p. 1045 u. a.