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[Folge 1] (1878)
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in keinen Ungnaden zuvermercken und mir zu keiner nachläszigkeit aus zudeuten, sondern nach wie vor mein gnädigster Chur-fiirst und Herr zu sein und zu verbleiben gnädigst geruhen. Worzu Ich dann nach gethaner hertzgetreüer empfehlung Gött-licher allgewaltigen Protection E. Churfürstl. Durchl. Dero Frau Gemahlin Churfürstl. Durchl. und ganzen Churliause zu allenselbst wehlenden höchsten Churfürstl. Prosperitäten, mich in tiefsten gehorsamb recommendire, ersterbendeNeuhaus 11. Junij ao. 1675. E. Chf. Durchl. Untterth. Geliorsambster trewer Diener Ernst Albrecht von Eberstein.

An Kurf. Joh. Georg II. z. S. eingek. Sehr. etc. 165780, Vol. III*> Nr. 8563, Bl. 249, im Hauptstaatsarchiv zu Dresden.

Nr. 69. Schreiben des General-Feldmarschalls Ernst Albrecht v. E. an den Kriegs-Rath Moritz Schwabe zu Dresden d. d.Gehören 34. Januar 1676, die Anstellung des Obersten Löbach in Icurs. Dienste betreffend.

WohlEdler, vest. vnd Hochgelahrter, Hochgeehrter Herr KriegRath.

Deszen glückliches und Beständiges Wohlergehen zu vernehmen, wird Mich iederzeit erfreuen, und weilen lüerauszenviel geredet wird, ob solten Ihr Churfürstl. Durchl., unser gnädigster herr, einige Regimenter zu Pferde werben zu laszen Vor-habens sein, Dahero ein Ob rister Nalimens Lobach zu mier kommen und Mich ersucht, Ihn doch bey Churfürstl.Durchl. bestens zu recommendiren, Er hette gute Leuthe au der hand und wolto Ihr. Durchl. in 6 wochen ein Regimentrichten, Daran Sie contentement haben solten.

Weil Ich ihn den lang kenne vnd weis, dasz Er ein Ehrlicher und rechtschaffener Soldat ist, darmit Ihr Churfürstl.Durchl. verwahret sein, und meritirts, das Er recommendiret wird, So habe auch an Ihr Churfürstl. und ChurPrinzl. Durchl.unterthänig geschrieben und ihn deroselben beyderseits recommendirt. Weil Ich dan weis, das mein hochgeEhrter h. Kriegs-Rath viel darbey tliun kann, Alsz ersuche denselben, dafern es an deme, das was vorgehen solte, meine gethane recommen-dation bey Ihr. Churfürstl. Durchl. seinem wohlvermögen nach zu secundiren, und cooperiren zu helfen, dasz mehrgedaehteuObristen Loba(c)hen ein Regiment gnädigst conferirt werden möge, Demselben versichere, das, da er dahin kommen wird,Er dem herrn KriegsRath mit einer guten discretion an die handt gehen wird, Und da Ich demselben einige freündtschafftwieder werde erzeigen können, wird Er mich allezeit willig finden, Alsz der ich verharre Meines hochgoEhrten h. Kriegs-Raths Dienstwilliger Ernst Albrecht von Eberstein.

A Monsieur Monsieur Moritz Schwabe consellier de gverre d. S. A. Etectorale de Saxen Dresden.

Nr. 70. Schreiben des Oberaufsehers Ernst Friedemann von Selmnitz an Kurfürst Johann Georg d. d. Eisleben 13. Juni 1876,tvorin er meldet, dass der General-Feldmarschall von Eberstein am 9. Juni 1676 gestorben ist.

Durchleuchtiger Churfürst etc. Nachdem durch des allerhöchsten Gottes gerechten undt unwandelbaliren RathschluszEw. Ckurf. Durchl. gewesener geheimer undt KriegsRath, General FeldtMarschall, Cammerherr, auch Obrister zue Rosz vndtfuesz, herr Ernst Albrecht von Eberstein, Ritter etc., am verwichenen 9'- Juny naclimittage (m. h. früh zw. 7 u. 8 Uhr)diese Zcitligkeit gesegnet, Alsz liatt meine unterthste Schuldigkeit erfordert, solches Ew. Churf. Durchl. hiermitt gehorsamstzu hinterbringen, zu Dero gndsten resolution derbenebenst stellende, Ob Dieselbte deshalben etwas anzuordnen oder beobachtenfiir nötig undt gut befinden möchten, Vndt deme in alle wege schuldigste parition zu leisten etc., bin ich lebenslang unterthstverbunden alsz Ew. Churfürstl. Durchl. unterth. geliorsambster Ernst Fridemann von Selmnitz.

Nr.71. Schreiben der Gebrüder Wilhelm Emst, Anton Albrecht, Christian Ludeivig und Georg Sittig von Eberstein anKurfürst Johann Georg II. d. d. Neuhausz 14. Juni 1676, worin sie den Tod ihres Vaters, des Feldmarschdlls, melden.

Durchlauchtigster Churfürst, gnädigster Churfürst und Herr.

Eiir Churfürstl. Durchl. sollen wier in Unterthänigster Devotion nicht verhalten, wasgestalt der allerhöchste Gott nachseinem unerforschlichen Rath und willen weyland Dero Geheimten und KriegsRath, General FeldMarschallen, CammerHerrnund Obristen zu Rosz und Fusz, Unsern freundl. geliebten herrn Vätern, Ernst Albrecht von Eberstein, Rittern, verlietenen9ten hujus friie zwischen 7 und 8 Uhren von dieser Zeitlichkeit abgefordert und der Seelen nach zu sich in sein ewigesFreudenReicli auf- und angenommen, Deszen Almacht den entseelten Leichnam in der Erden eine sanffte Ruhe und an jenemgroszen Tage eine frölige Aufferstehuug zum Ewigen Leben verleihen wolle.

Wiewohl nun Unsere unterthänigste Schuldigkeit gewesen were, diesen ohnvermutheten plötzlichen Todesfall Eür Chur-fürstl. Durchl. sofort vnterthänigst zuberichten, So hat doch die Abwesenheit der Meisten unter Uns wieder unsern willen esverhindert, Dahero wier untertbänigst bitten, dasz Eür Churfürstl. Durchl. dieserwegen keine Ungnade auf Uns zuwerfen, son-dern gleich wie Sie unserm in Gott ruhenden herrn Vätern jederzeit mit Churfürstl. Gnade bey gethan gewesen, Also auchSie diese hohe Churfürstl. Gnade an uns hinterlaszenen Kindern zu continuiren und auch unser gnädigster Churfürst und Herrzu sein und zu verbleiben, gnädigst geruhen wollen. Wier werden dahingegen in dieser Welt uns nicht glückseeliger schätzen,als wen vor Eür Churfürstl. Durchl. und Dero gantzes hohe Churhaus, nach dem Exempel unsers hertzgeliebten herrn Vätern,so viel an uns sein wirdt, wier Leib, guth und Bluth aufzusetzen die grosze Gnade haben und darinnen bis an unser Seel.Ende verharren solten, Die wier göttlicher Almacht zu langem Leben, guter beständiger gesundheit, glücklichen Regierungund allen selbst anwünschenden Churfürstl. Wohlergehen gantz treülig, zu Dero continuirenden hohen Churfürstl. Gnade aberuns alle sambt geliorsahmst empfehlen, ersterbende Eur. Chf. Durchl. vnterthänigste etc. Wilhelm Ernst von Eberstein,

Anton Albrecht von Eberstein, Christian Ludewig von Eberstein, George Sittich von Eberstein.

Nr. 72. Schreiben des Friedrich Adolph von Haugewitz anAnton Albrechten, Herr George Sittichen und Herrn WilhelmErnsten, allerseits gebrüdere von Eberstein auf Jehofen" d. d. Dreszden, den 25. Sept. 1676, die Forderung wegen rück-ständigen Soldes und das Leichenbegängniss des General-Feldmarschalls v. E. betreffend.

Hochgeehrte Herren Vetter,

Dero an mich recommandirtes Supplieat an Se. CliurFürstl. Durchl. zu Sacliszen, Unsern gnädigsten Herrn, habe ich beyguter Gelegenheit untertliänigst vorgetragen. Ob nun wohl höchst gedachte Se. CliurFürstl. Durchl. Sich gar gnädigst findenlaszen, auch sich der dem seel. herrn General Feld - Marschall gethanen gnädigsten Vertröstung wohl erinnert: So habendoch wegen zeither ereigneter vieler unvermutheter Ausgaben sich diesmahl die Mittel nicht finden wollen, und haben Se.ChurFürstl. Durchl. befohlen, meine hochgeehrten Hrn. Vettern zu einer annoch wenigen Gedult zu ermahnen mit Versicher-ung, dasz sobald nur einige Möglichkeit seyn wird, Sie nach aller Billigkeit ohnfehlbar beobachtet werden sollen, darinnendann fleiszigst zu invigiliren und bey Gelegenheit Erinnerung zu thun, ich unvergeszen sein werde.

Die zu Formirung des Leichen Begängnisses verlangte 2 Compagnien zu Rosz und zu Fusz woltcn Se. ChurFürstl. Durchl.gern von ihren eigenen Völckern beordern, weil aber wegen Entlegenheit und andern Ursachen es sich nicht wohl füget, Sosind Dieselben gnädigst mit dem gethanen Vorschlage zufrieden. Was im übrigen zu wohl verdienten Ehren und Gedäclit-nisz des seel. Herrn General Feld-Marschalls, sowohl denen Herrn Vettern zur Dienstfertigkeit ich werde thunlich und möglichfinden, will ich aufrichtig und willigst in Acht haben, Alsz etc. etc. Friedrich Adolph von Hangewitz.

Nr. 73. Schreiben der Gebrüder Wilhelm Ernst und Anton Albrecht von Eberstein an Kurfürst Johann Georg IL vom 24. Oct.1676, die Bitte um des Letztern Erscheinen bei dem Leichenbegängnisse ihres Vaters, des Feldmarschalls v. E., enthaltend.

Durchlauchtigster etc. Churfürst etc. Eür Churfürstl. Durchl. haben bereits das am 9 ten junij beschehene absterben desweylandt Dero bestalten Geheimten und KriegsRath General FeldMarschallen, Cammerhern undt Obristen zu Rosz und fueszErnst Albrecht von Eberstein, Rittern, Unseres hertzgeliebten herrn Vaters, in aller Unterthänigkeit berichtet. Wandan nunmehro Uns seinen hinterlaszenen Kindern aus kindtlicher Schuldigkeit gebühren will, abgelebten unsern Seel. Hrn Vaterzu seinem Ruhe Kämmerlein, Christlichem gebrauch nach, zubefördern, wier auch darzu kommenden 21. Monatstag Novembrisbezielet, Gleichwie nun Eür. Churfürstl. Durchl. hohe Clementz gegen vielbesagten unsern Seel. Vater wier stets in Unter-