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[Folge 1] (1878)
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oft wir ihn zu gewiszer Aufwartung beschreiben von dem Tage seiner Abreise, bisz er wieder nach-hause gelanget, uf 12Pferde, jedes Tag und Nacht die gewöhnliche Auslösung, als nemlich vierzehn Gr. bezahlen und erstatten laszen, Wegen seinerFelddienste aber Uns von Anfang bisz zum Ende derselbigen, einer neuen und absonderlichen Bestallung mit ihm vergleichen.Im fall dann Unsere gelegenheit nicht wehre, diese Bestallung zu continuiren, oder Er gewiszer erheblichkeit wegen, dieselbezu l-esigniren bedacht: So ist jederm tlieil die Aufkündigung ein Viertel Jahr vorher zuthun bedinget; bisz zu endung deszenaber bleibet dieser Unser Bestallungsbrielf und seine darauf gethane Pflicht in schuldiger unverbrüchlicher kraft und Würde,Alles treulich sonder gefehrde. Uhrkundlich haben wir Uns eigenhändig unterschrieben, auch Unser Cliur-Sesret wiszentlichVordrucken laszen, So geschehen und geben in Unser Residenz Dresden, den 1. January, im Jahr Christi etc. I(i66.

Nr. 57. Revers des General-Feldmarschalls von Eberstein vom 25. Jan. 1666.

Nachdem der Durchlauchtigste, hocligeborne Fürst und Herr, Herr Johann Georg der Andere, Herzogk zu Sachsen, lich, Cleve und Bergk etc. tot. tit. mein gnädigster Herr, mich endes unterschriebenen zu doro Geheimen: und Kriegs-Rath, auch G en eralF eldtMars chalchen, Cammerherrn und Obristen zu Rosz undtFusz von Haus aus bestelletund mir hierüber schriftliche Bestallung ausantworten lassen, welche sich anfähet:

Von Gottes gnaden AVir Johann George der Andere, Herzogk zu Sachsen, Jülich, Cleve und Bergk, des heiligen Römi-schen Reichs ErzMarschalch und Churfürste etc. und endet: So gesehen und geben in unser Residenz Dresden den 1. January,im Jahr Christi Unsers Erlösers und Seligmachers 1666.

Als gerde ich hierauf! und verspreche bey meinen Adelichen Ehren, trau und Glauben, dasz dieser Bestallung ich inallen Puncten und Clausuln gehorsamblich und treulich nachkommen, und mich derselben allenthalben gemees tapfer undunverdrossen erweisen will. Zu uhrkund habe ich diesen Revers eigenhändig unterschrieben undt mein angebohren Pet-schafft hierauf! gedruckt. Geschehen zu Dreszden den 25. January Ao. 1666.

Nr. 58. Schreiben des General - Feldmarsehalls Ernst Albrecht v. E. an Kurfürst Johann Georg IL vom 13. Juni 1666,die Bitte und Intercession wegen seiner Forderung an den Kaiser enthaltend.

Durchleüchtigster etc. Churfürst etc. Ewer Churfürstl. Dchlcht gebe hiermit vnndertliänigst zu vernehmen, wasz ge-gestalten Ihro Kays. Mt. mir an vorgeschoszenen geltern vnnd einem allergnädigsten recompens eine anweiszung auf! Achttauszent Reichsthaler thun laszen. Ob nun wohlen dieszelbe darinnen allergnädigst befohlen, dasz von dero OberSächszischenHerrn ReichsPfenningmeister, deme von Lüttichaw, welchen ich auch so balden obmentionirte anweiszung zugestellt, mirauf! die Römerzugsgeltere eine assignation vnnd dann von Dero Kays. ObberHoffzahlmeisterAmbt die Quittung darüber gegebenwerden solle, So habe aber von gedachtem herrn ReichsPfenningmeister, der sich einig vnnd allein bisz anher auf!' solchequittung bezogen, der assignation dato nicht haabliafft werden können. Vnnd ob ich zwartten zue Wien über die vier ganzerMonath darumb sollicitiren vnnd inständigst anhalten laszen, dasz solche quittung auf!' die Gräffl. Mannsfeldische Römerzugs-geltere gestellt vnnd auszgefertiget werden möchte, hat es iedoch eben so wenig einen effect erreichen wollen. DerentwegenEwer Churfürstl. Dicht, ich hiemit vnderthänigst ersuche, Sie geruhen, an Allerhöchstgedacht Ihro Keys. Mt. Dero höchst-gültige Intercessionaten mir gnädigst zu ertheilen, dasz Dero OberhoffzahlmeisterAmbt mehrermelte quittung ohne fernemVerzug vnnd vffenthallt mir zuzustellen vnnd zu ediren allergnädigst demandirt werde, damit von dem herrn KeiclisPfennig-meister die assignation bekommen vnd allszo dermalileneinst die Bezahlung meiner vorgeschoszenen geltere, auch aabey er-littenen costen vnnd schaden Wiederumb erlangen möge etc. Ew. Chf. D. vntertli. etc. Ernst Albrecht von Eberstein.

Torgaw den 13. Junij 1666.

Nr. 59. Entwurf zu einem Schreiben des Kurfürsten Joh. Georg II. v. S. an Graf von Zintzendorf vom . . . Juni 1666Ernst Albrecht's v. E. Forderung an den Kaiser und rückständigen kaiserl. Sold betreffend (ist nicht abgegangen).

Johann Georg der Ander, Unsern grusz in wohlgeneigtem willen zuvor, Hochwohlgebolirner lieber besonder, Uns hatumb intercession an die Römische Kays. Mait., unsern allergdsten Herrn, unser geheimer und KriegsRath, auchGeneralfeldMarschalch, Cammerherr und Obrister, Herr Ernst Albrecht von Eberstein zu Gehoffen und Raszburg, Ritler,zu dem ende, damit er die bey dem Keyserl. OberhoffzahlmeisterAmbt über die bereits allergdst angewiesenen gelder annochdesiderirende quittung umb soviel eher erlangen möchte, unterthänigst angesuchet, wie aus dem inschlusz mit mehrern zuver-nehmen. Nachdem aber allerhöchstgedachte Keyserl. Mait. wir bey dero ohne dies hochwichtigen Reichs und andern A'er-richtungen hierunter zubehelligen angestanden Und hingegen der Zuversicht leben, Es werde der Herr Graf obermelteuImploranten in diesem seinen anliegen, do er sich dieszfalls gebührlich anmelden wird, Seiner sonderbaren AA'ohlvermögenheitnach gute beförderung und hülffe wiederfahren zulaszen von Selbsten geueiget seyn, Als ersuchen Wir denselben hiermitgünstiglich, Er wolle nicht allein mit einem vielgiltigen Vorwort bey Ihrer Keys. Mait. ihrne dermaszen zustatten zukommen,sondern auch solche zulängliche Verfügung thun zuhelffen belieben, damit er in seinem allerunterthsten suchen allergnädigsteresolution fördersamb erlangen und dieser unserer ihm zu gnaden gemeinten Recommendationschrifft würcklicli genieszenmöge. Und wir seynd dem Herrn Grafen hinwiederumb alle annehmlichkeit zu bezeiigen erbötig, auch sonsten jederzeit mitChurf. affection wohl beygethan. Datum auf vnserm Schlosz Hartenfels zu Torgaw, den . . . Junij Ao 1666.

An h. Graffen von Zintzendorf! Keyserl. HoffCammer Präsidenten.

Nr. 60. Schreiben des General-Feldmarschalls Ernst Albrecht v. E. an Herzog Moritz zu Sachsen vom 29. März 1669, dieBitte um eine Hof-Junkerstelle für seinen Sohn Anton Albrecht enthaltend.

Hochwürdigster etc. Fürst etc. Ew. hochfürst]. Durchl. hierdurch unttertliänig auffzuewartten hat n ich verahnlaszet,dasz Dero selbdten ich noch nicht Persönlich auffwartten können, auch ohnleugst bey der ChurPrinzl. Einsegnung zueDreszden (die wohl ich schon uff dem Wege begriffen gewesen, zue Mörseburgk aber mit leibes Schwachheit dermaszen über-fallen worden, dasz ich fort zue reysen nicht getrauet, sondern mich wieder zurück begeben müssen und noch biesz diesestunde an solcher zue banden gestoszenen leibesschwachheit laboriren musz) meine untterthenige Schuldigkeit abzuelegennicht vermocht. Wann dann entzwischen, Wie Ew. Ilochfürstl. Durchl. jederzeit mein gnädiger fürst und Herr gewesen, ver-spühret, maszen dann von Deroselbdten ich alle hohe Fürstl. gnade untterthenig empfangen, dahero mich in solcher untter-theniger zueversicht mich erkühnet, E. Hochfürstl. Durchl. untterthenig anzuelangen undt gehorsambst zue bitten, dieselbdtegnädig geruhende, mir die hohe fürstl. Gnade zu erzeigen undt gegenwärtigen meinen Sohn Anthon Albrechten von Eberstein(welchen ich in der lateinischen, Italienisch- undt Frantzoisehen Sprachen, auch in Fortificationsachen untterweisen undtsonst an den kayserl. Hoff in Ungarn undt Dero Örther reysen laszen) vor Einen Jungkhhn an Dero Hochfürstl. Hoffstadt,wofern Eine Stelle offen oder sich entlehdigen, Er auch qualificirt darzuo befunden werde, in Dero Dienste zuenehmen, gestaltich denn Denselbigen an keinem andern orthe, denn bey Dero hochlöbl. fürstl. Hoffstadt sehen undt wünschen möchte, ver-hoffens, Er in Sr. auffwarttung sich also untterthenigst erzeigen undt erweisen werde, dasz E. Hochfürstl. Durchl. gnädig mitIhme würde zuefrieden sein können. AVie ich nun hierin keinen Zweifel setze, Alsz will Dero hochfürst. Durchl. (negstgnädigster resolutions erbietung) dem Obschütz des Allwaltenden Gottes, zue allerselbst wehlenden hochfürstl. AVohlergehen,auch Seelen undt leibes ersprieszligkeit, mich aber undt ermelten meinen Sohn Dero hochfürstl. Durchl. zue allen gnadenuntterthenigst entpfohlen haben. Datum Gehoven den 29. Martij Ao 1669. Ew. Hochfürstl. Durchl. vntterth. etc. Diener

Ernst Albrecht von Eberstein.

Dem Hochwürdigsten etc. Moritz Ilertzogen zu Sachsszen etc.,

Postulirten Administratorn des Stifftes Naumburglc etc.

Acta. Die an Herzog Moritzen etc. von Anno 1663 bis 1669 eingelaufenen etc. Schreiben betr. Vol. 8592, Bl. 336,im k. Hauptstaatsarchive zu Dresden.