Druckschrift 
Genealogie und Geschichte der Familie Rentz oder Renz aus Schwaben und der ihr entsproßten Zweige in verschiedenen Lädern Deutschlands
Entstehung
Seite
89
Einzelbild herunterladen
 

89

Nicht lange mehr nach diesem wichtigen Akt war es demedlen Günther vergönnt, sich der Wirksamkeit in dem wohl-geordneten Staatswesen und unter der Leitung eines Fürsten,der die Sorge für das Wohl seiner Unterthanen als ersteund wichtigste Aufgabe erkannte, zu erfreuen. Er starb schonam 25. Januar 1767, 64 Jahre alt, und hinterließ wie inWürttemberg, so auch in Baden den Ruf eines Mannes vonfestem Charakter, von unerschütterlicher Nechtschaffenheit undgewissenhaftester Pflichttreue. Neben diesen Vorzügen desCharakters besaß er umfassende Kenntnisse und große Gelehr-samkeit. Außer seiner amtlichen und staatsmännischen Thätig-keit beschäftigte er sich in Mußestunden fortwährend mitwissenschaftlichen Studien und literarischen Arbeiten. Er hin-terließ in Manuskripten eine Geschichte Württemberg's biszu seiner Zeit, deren Veröffentlichung durch Druck wahrschein-lich nur in Folge seines frühen Hinscheidens unterblieb. Dochwurden Bruchstücke daraus nach seinem Tode durch denwürttemb. Archiv-Direktor Joh. Jak. Moser — denselben, derdie schwäbische Chronik von M. Crnsius ans dem Lateinischenin's Deutsche übersetzte und bis zum Jahr 1733 fortführte— in einer damals erscheinenden Zeitschrift „PatriotischesArchiv für Würtemberg" abgedruckt, und zwar die Geschichtedes Herzogs Carl Alexander von Württemberg (reg.von 1733—1737) im Iten, die Geschichte des Herzogs Eber-hard Ludwig (reg. von 1677—1733) im 3ten Bandejener Zeitschrift.^) — Seine Ehegattin Maria Regina,Tochter des Prälaten Zeller zu AnHausen, gebar zweiKinder: 1. Marie Rosine, geb. 26. Mai 1735, starb schon10. Aug. dess. Jahrs; 2. Christian Albrecht, geb. 27.Oct. 1737, starb 1742, so daß Günther Albrecht beifeineni Tode keine Nachkommen hinterließ.

6. Julius Friedrichs) geb. 5. Mai 1704 in Gem-mingen, wurde Amtmann in Freudenthal O.A. Besigheim,dann 1752 Kloster-Hofmeister zu Pfullingen O.A. Reutlingen,war verh. seit 4. Mai 1745 mit Maria Elisabeth, Tochter

Siehe C. Pfaff's Geschichte des Fürstenhauses u. Landes Würt-temberg III. Th. 1. Abth. S. 185.

2) Georg«, würt. Dienerbuch S. 347.