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Genealogie und Geschichte der Familie Rentz oder Renz aus Schwaben und der ihr entsproßten Zweige in verschiedenen Lädern Deutschlands
Entstehung
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Aus diesen Gründen nun ist es mich bei der FamilieNentz nicht statthast, weiter als bis ins XIII. Jahrhundertzurückzugehen, obgleich angenommen werden kann, daß die-selbe schon vor dem Jahr 1237, wo das erste Mitglied der-selben in Ulm genannt wird, dort unter anderen Namen be-standen haben mag, weil sie bei ihrem ersten Auftreten so-gleich in amtlicher Stellung erscheint.

Nachdem endlich die Beibehaltung gewisser Familiennamenfür alle Zeiten Sitte und Gebranch geworden war, führte dergrundbesitzende Adel den Ortsnamen der angestammten Besitzungals Familiennamen. Im Vürgerstande aber scheinen häufigfrühere Uebernamen, wie sie im Munde des Volks gebräuch-lich waren, für immer beibehalten worden zu sein. So magder Familienname Reitst ans Neinhart, Neinhold oderReinfried entstanden sein, nach der im Volk damals be-liebten Sitte, die Namen einsilbig abzukürzen und in tz oder zendigen zu lassen'.)

Die sichersten Grundlagen für den Nachweis der Ent-stehung und Abstammung der Familien — oder, wie man sichim Mittelalter ausdrückte, Geschlechter — sind schriftlicheUrkunden ans jener Zeit, welche in Archiven aufbewahrtwurden. Da Geburts- und Taufscheine ans alten Zeitenselten mehr vorhanden, so sind eS meistens Kauf-, Tausch-,Pfand-, Erb- und andere Verträge, bei welchen außer denContrahenten gewöhnlich auch eine mehr oder minder großeAnzahl Zeugen als Garanten des Vertrags entweder vonder Gerichtsbehörde mit Namen aufgeführt werden oder ihreNamen selbst mit Beifügung des Siegels unterschrieben haben.

O Aehuliche Abkürzungen waren: Lenz für Leonhard (Löwenhart),Benz oder Betz für Bernhard (Bärcnhart), Konz odt Kunz für Kon-rad, Heinz oder Hin; für Heinrich, Fritz für Friedrich, Dietz fürDietrich, Lutz für Ludwig, Götz für Gottfried, Seitz für Sieg- oderSeigfried, Wenz für Winfried u. f. w. Der Name Nenz als Abkürzungfür Reinhard, Reinhold :e. findet sich noch später als Vorname. Sowerden im Jahr 1308 die Ritter Albrecht und Renz von Voll alsZeugen bei einer Schenkung an das Kloster Adelberg genannt (Cru-sius, schwäb. Chronik, II, S. 87S und 870). Markgraf Rudolf VI.von Baden löste I36Z das Geleitsrecht der Herren v. Rüppurr ab undzahlte hiefür dem edlen Arnold Pfau von Rüppurr, seinem BruderHeinz und den Söhnen ihres verstorbenen Bruders, Hans, Hinz undRenz, die Summe von 600 fl. (bad. Landes Archiv).

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