auf seineu erwählten Beruf seine Studien zunächst im elterlichen Hause fortzu-setzen; und um noch einige Lücken auszufüllen, ging er am 1. Juni 1843 nachMagdeburg, wo er durch Militair- und Civillehrcr weiter geführt wurde.Nachdem er die vom 1. bis 7. Okt. 1843 zu Magdeburg abgehaltene Portepee-fähnrich-Prüfung bestanden hatte, wurde er am 1. Nov. desselben Jahres beider 3. Pionier-Abtheilung zu Magdeburg als Einjährig-Freiwilliger eingestellt und der Mineur-Sektion der 2. Compagnie (unter HauptmannSchnackenburg) zugetheilt. Daselbst wurde er am 5. Juni 1844 Vice-Untcr-offizier und am 19. Aug. es. a. Unteroffizier.
Am 1. Okt. 1844 kam er auf die k. vereinigte Artillerie- und Ingenieur-Schule zu Berlin und erlangte am 19. März 1845 die Charge eines Portepee-fähnrichs. Nachdem er Ende Juli 1845 das Armeeoffizier- und im Juli 1846den ersten Theil des Berufs-Examens absolvirt hatte, avancirte er am 29. Aug.1846 zum aggr. Secondc-Licutcnant 2r. Ingenieur-Inspektion (Patent v. 17. Aug.1845 ^r). Vom 3. bis 8. Juli 1847 legte er den letzten Theil der 3. Berufs-prüfung ab und wurde darauf zur 3. Pionier-Abthcilung in Magdeburg zurDienstleistung kommandirt, woselbst er am 20. Juli desselben Jahres eintraf.— Im Februar 1848 hatte er die Genugthuung, das auf S. 1199 der Ebcr-stein'schen Familiengeschichte abgedruckte, im Auftrage des Kuratoriums Seitensder Direktion der vereinigten Artillerie- und Ingenieur-Schule an ihn erlasseneanerkennende Schreiben zu erhalten.
Nachdem Ferdinand 2^ Jahr bei den Pionieren gestanden, wurde er zumFortifikationsdicnste nach Wittenberg versetzt und am 31. Dez. 1853 zum Premier-Lieutenant ernannt. Darauf uach Stettin versetzt, leitete er vom 12. Febr.1854 an Fcstungs- und Garnison-Neubauten daselbst.
Bei den Armirungsarbciten der Festung Wittenberg, die Ferdinand denganzen Tag bis tief in die Nacht hinein in bösartiger, auch unter den Erd-arbeitern mehrfach Fieber erzeugenden Sumpfluft angestrengt beschäftigten, zoger sich ein Brust- und Halsleidcn zu, gegen welches er im Sommer 1852 dieBäder in Ems vergeblich gebrauchte und welches darauf ebenso erfolglos von demGeh. Med.-Rath Prof. Dr. Krukenberg in Halle a. S. behandelt wurde. Dievom 19. April bis Aug. 1853 zu Elgersburg im Thüringer Walde angewandteWasserkur allein war im stände, dem Fortschreiten des Übels Einhalt zu thun;allein durch die Versetzung uach Stettin mitten im strengen Winter 1854 tratdas noch nicht vollständig gehobene Übel wieder so stark auf, daß er genöthigtwar, seinen Platz-Ingenieur, Major Maresch, zu bitten, die Untersuchung seinesGesundheitszustandes durch einen Arzt zu veranlassen, um auf Gruud des ärztlichenAttestes die Entlassung aus dem Allerhöchsten Dienste nachsuchen zu können.Hierauf glaubte indessen der Fcstungs-Inspekteur, Oberst v. Schmcliug, nochnicht eingehen zu dürfen, und wirkte für Ferdinand einen dreimonatlichen Bade-urlaub aus. Auf Anrathen des Generalarztes des 2. Armee-Corps Dr. Jung-nickel brauchte er vom 20. Juni bis 27. Juli 1854 die Trinkkur in Marienbadmit darauf folgender Nachkur im Kaltmasserbade Elgersburg mit so günstigemErfolge, daß er sich der frohen Hoffnung hingeben durfte, dem Dienste Sr.Majestät sich ganz wieder widmen zu können. Als jedoch nach zwei Jahrensein altes Übel abermals einen höheren Grad erlangt hatte, kam er zum zweitenMale um seinen Abschied ein, den dann auch Sc. Majestät der König mittelsAllerhöchster Cabinets-Ordre vom 1. Nov. 1856 ihm mit dem Charakter alsHauptmann, der Erlaubnis zum Tragen der Armee-Uniform und der gesetzlichenPension zu ertheilen geruhete, da der Oberstabsarzt Dr. Mette zu Stettin ihnfür ganz invalide erklärt hatte (Gesch. 1202).