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Platonikers) Vorschlag als ordentliches Mitglied in die deutsche Morgen-ländische Gesellschaft aufgenommen.
Auf der 1847 nach Gotha berufenen Versammlung dcntscher Philo-sophen erschien Moriz mit einer Abhandlung: „Aufforderung zu Gründungeines freien Vereines für das gesellige Schaffen des Wissens". Im folgendenJahre nahm Moriz Theil an dem „Kongresse zur Gründung einer freiendeutschen Akademie" zn Frankfurt a. M. Er ließ diese Gelegenheit auchnicht unbenutzt, Arthur Schopenhauer aufzusuchen, mit welchem er dannbis an dessen Ende in freundschaftlichein Konnex blieb. Schon 1844 hatteMoriz begonnen, seine am 28. August 1842 koncipirte Weltauffassungsystematisch zu begründen, und alle von da an betriebenen Studien warenihm Mittel zu diesem Zwecke. Im Winterguartale 1847 war der erste Ent-wurf zum Abschlüsse gediehen.
Im Sommer des 1885. Jahres gewann er bei Gelegenheit persön-licher Anwesenheit in GeHofen einen Einblick in die dortigen, der Regelungdringend bedürftigen lokalen Zustände und hielt es für im Familicnintcressegeboten, seinen Wohnsitz nach GeHofen,zu verlegen, damit zugleich demWuusche des Onkels Karl nachkommend, der schon früher gewünscht hatte,daß jener die gemeinsamen Angelegenheiten in die Hand nehmen möchte. Hierin GeHofen half er die Gemeinheitstheiluug durchführen. Zu gleicherZeit kam die große Melioration des untern Ünstrutthalcs von Brct-leben bis Nebra zur Ausführung. Moriz wurde in den Vorstand gewählt,und zn öfteren Malen übertrug der königliche Kommissar seine Vollmacht aufMoriz behufs Abhaltung von Terminen zur Verhandlung mit verschiedenenGeineinden.
Da der Neuban der uralten Kirche zu GeHofen bereits im vorigenJahrhun dert ventilirt worden war, und da die geistlichen Behörden die An-gelegenheit nicht länger mehr hinzögern lassen wollten, so reichte Moriz 1857der k. Regierung in Merseburg einen Entwurf zu einer in rein gothischemStyle massiv in Nebracr Sandstein zn erbauenden Kirche ein. Nach dem am1. Febr. 1859 begonnenen Abbruche der alten Kirche erbaute Moriz zunächsteine Jnterimskirche.
Wie schon oben angedeutet worden, hatte Moriz vom Jahre t847 anverschiedenen Kongressen, theils zu rein wissenschaftlichen, thcils zu technischen undzu socialen Zwecken beigewohnt. Nachdem er schon in Gemeinschaft mit demvon der socialen Wichtigkeit der Wohnungsfrage erfüllten Professor V. A.Hub er,mit dem Präsidenten A. Lette, dem Landbaumcister Hofmann, Geh. Ober-Baurath Stüter und Major v. Greifenbcrg mehrere Jahre bis zum I. 1852für das Gedeihen der Berliner gemeinnützigen Ballgesellschaft thätig gewesenwar, nahm er von der Gründung des volkswirthschaftlichen Kongresses imI. 1858 an während des ersten Jahrzehnds Theil an den Bestrebungen des-selben. Auch drängte es ihn, seine seil: wissenschaftliches System darstellendeArbeit behufs der durch die vieljährige praktische Beschäftigung zurückgestelltenDrucklegung durch nochmalige Überarbeitung fertig zu stellen. Zu diesemZwecke begab er sich nach Leipzig und ließ daselbst den ersten Theil seinesWerkes drucken: „Die Erkenntnis und die Sprache".
Aus Anlaß der Enthüllung von den Marmordenkmälern der GebrüderWilhelm und Alexander v. Humboldt in dem Vorgarten der BerlinerUniversität schrieb Moriz zu dem nächstfolgenden Geburtstage Alexander's(14. Sept. 1883) einen kleinen Aufsatz für die Kotta'sche „Allgemeine Zeitung"und ließ dann denselben mit einer Darstellung von Alexander's v. Humboldt