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Folge 6 (1887)
Entstehung
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Gustav, der bereits am 17. Aug. 1812 zum Prcmier-Lieut. ernannt wordenund am 23. Nov. zum Stabs - Capitain avancirt war, auch mittlerweile durchVerlcihungs-Urkunde vom 21. Okt. 1813 das Eiserne Kreuz 2. Kl. erhalten,wurde am 10. April 1815 wirklicher Capitain nnd Comp.-Chef im 4. Ostpr.Jnf.-Reg.-)

Nachdem Gustav nach dem Frieden noch bis in das dritte Jahr im Dienstgeblieben war, drängte sich in ihm die Überzeugung auf, daß sich in nicht fernerZeit die volle Invalidität unvermeidlich bei ihm einstellen würde, da eine ge-wisse Schwäche, welche infolge der Verwundung in dem rechten Beine zurück-geblieben war (indem ihn oft das täuschende Gefühl belästigte, als ob das rechteBein kürzer sei als das linke, woher es kam, daß er beim Gehen des Abendsmit dem einen Fuße immer auf den Boden stieß), ihm am dienstlichen Reitenwesentlich hinderlich war. Und so faßte Gustav, da auch der Gebrauch vonBädern (u. a. Alexisbad im Harze) keine Besserung brachte, den ihm schwerwerdenden Entschluß, um seinen Abschied cinzukommcn.

AvSrbiM.§geMrkK-MKte üe.s st. pr. F. I»k.-Megt,s. (4. OApr.) pro Mannt

cKelminr 1818.

Danziger Brigade. 5tes Jnf.-Rcg. (4. Ostpr.). Kapitain GustavAdolph v. Eberstein 2te bittet um den Abschied als Major mit der Erlaubnis,die Armee-Uniform tragen zu drüfen, Aussicht auf Versorgung im Postfache undBeibehaltung der Hälfte seines bisherigen Gehalts als Kapitain 1r Klasse biszu seiner anderweitigen Anstellung.

Der Kapitain v. Oberstem 2te hat sich während seiner 20jährigen Dienstzeit imköniglich preußischen Heere als ein ganz vorzüglich ausgezeichneter Gffizier gezeigt. Seinin und nach der Schlacht bei Auerstedt bewiesenes vorzügliches Benehmen zog ihm nicktallein das abschriftlich beifolgende huldreiche Schreiben Seiner Majestät zu, sonder» be-wirkte auch seine rasche tviedereinstellung in der Armee. In der Schlacht bei Dennewitzzeichnete er sich ebenfalls aus, wurde aber in derselben so stark verwundet: daß unerachtetaller ärztlichen Hülse nnd der besten Bäder, die er seit einigen Iahren schon gebraucht,seine Gesundheit dennoch nicht wieder hergestellt werden konnte; so daß er gegenwärtigzum Feld- und Garnison-Dienst unbrauchbar wird. Ich erlaube mir daher das allerunter-thäuigstc Gesuch dieses in jeder Rücksicht achtbaren und kenntnisreichen Bffiziers zu unter-stützen w. Iochens.

Gustav's Gesuch wurde vom Könige genehmigt und dieDimission mitdem Charakter als Major für den <üa,pitg.iuö vom 5. Jnf.-Rcg. (4. Ostpreuß.)Luran van Mmi-Rein" am 19. März 1818 ausgefertigt.

Nach erhaltenem Abschiede verließ Gustav am 15. April 1818 seilte Gar-nison Danzig und begab sich zunächst zur Begrüßung seiner Mutter und Schwesternnach Dresden und nach einein vierwöchentlichen Aufenthalte hicrselbst zu seinemältesten Bruder Wilhelm nach Horla; Ende Juli aber nahm er seinen ständigenAufenthalt in Berlin.

Infolge einer von seinem früheren RcgimentS-Kamcraden v. Raven er-haltenen Benachrichtigung ck. ck. Neustädtel, 3. Januar 1819, daß durch denTod des Postmeisters Capitain v. Drigalsky das Postamt in Grüneberg erledigt

22) Auszug nus der Cabinets-Ordre v. 14. Febr. 1814: Das Eiserne Kreuz 2r. Klasse,welches dem Major v. Wegnern 4ten Ostpreuß. Inf.-Negis, sür sein Wohlverhalteu bei derEinnahme von Nrnheim bestimmt worden, kann, da er dieses Kreuz schon sür Auszeichnung inder Schlacht bei Dennewitz erhalten hat, dem Stabs - Capitain v. Eberstein II. für seintapferes Benehmen in erwähnter Schlacht zu Theil werden.