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Wilhelm Freiherr v. Eberstein,k. Kürkxi. Aok- «Nil Nu.stitieimttl«,wurde ain 11. Febr. 1753 früh 3 Uhr als der älteste Sohn des damaligenRittmeisters Johann Karl Friedrich Freiherr v. Eberstein zu Tilsit in Ost-preußen geboren. Seinen ersten Unterricht übernahm in seinem 3. Jahre dieTochter eines gewesenen Geistlichen mit Namen Bresinin, in seinem 5. Jahreaber sein ihm von seinem Vater aus der Campague zugeschickter HofmeisterNameuS Gottfried Kamann, gewesener Auditcur bei dein sonst v. Sydow'schcnRegiments in Berlin.
Nach Ausbruch des siebenjährigen Krieges war durch das Vordringen derRussen die persönliche Sicherheit in Tilsit sehr gefährdet; dieselben bombardirtenim Sommer 1757 die Stadt. Als die Unsicherheit immer mehr zunahm, be-stimmte die drohende Gefahr Wilhclm's. Vater, seine Familie in eine mehrSicherheit bietende Gegend gehen zu lassen; er traf die Veranstaltung, daß unterdem Schutze des Hauptmanns v. Preuß, der ein Rekruten-Kommando für dasRegiment aus Preußen zu führen hatte, Wilhelm nebst Mntter, Schwesterund zwei Stiefschwestern sich nach Harzgerode begaben zu der Witwe desObcr-Bcrghauptmanns Anton Gottlob v. Ebcrstein, bei welcher eine Schwestervon Wilhclm's Vater wohnte. Nachdem hiersclbst Wilhelm nebst seinem Hof-meister Kamann einige Zeit verweilt, ging er, während Mutter und Schwesterzuerst zurückblieben, der Anordnung seines Vaters gemäß mit dem Rekruten-Kommando nach dem Kriegsschauplatz ins sächsische Erzgebirge, trat in das vonseinem Vater kommandirte Regiment als Junker ein und machte alsbald (29 Okt.1762) die Schlacht bei Frcibcrg mit, an deren siegreichem Ausgange dasRegiment einen vorzüglichen Antheil hatte. Sein Vater wurde in der Schlachtam Fuße verwundet, ließ sich nach Nossen bringen, wartete daselbst die Wund-behandlung und Heilung ab, und Wilhelm pflegte seinen Vater nahe zweiMonate lang. Im Monat Dezember marschirtc das Regiment nach Herzbcrg ander Elbe und blieb daselbst bis Ende Januar in Garnison. Hierhin ließ nunauch der Vater seine Familie von Harzgerode kommen. Hier auch machteWilhelm auf eine sonderbare Weise die interessante Bekanntschaft des späterenVorlesers Fricdrich's des Großen, von welchem auch die Inschrift au der k.Bibliothek in Berlin herrührt: i^utrimöntnm Lpiriws. Wilhelm erzählt dasAbenteuer selbst in seiner Autobiographie (4. Folge 279 f.).
Nachdem Wilhelm mit dem Regiments Ende April 1763 in Tilsit wiedereingezogen war, blieb er noch 6 Jahre als Junker im Dienste, genoß aber da-neben in den dienstfreien Stunden, nach Entlassung des unbrauchbaren HofmeistersKamann, den Unterricht in den Schulstunden der 1. und 2. Klasse der Pro-vinzialschulc.
Im Jahre 1768 ging Wilhelm als Fähnrich mit einem Remoutepfcrdc-Kommando unter Führung des Hauptmanns v. Nchtritz durch Polen überBrody in die Ukraine und an die tartarischc Grenze bis Chozim. Nach seinerRückkehr nach Tilsit Ende September 1768 setzte Wilhelm den Besuch derLehrstunden in früherer Weise fort. Schon in seinen frühen Jugendjahren er-hielt er eine sehr strenge Erziehung, hatte aber derselben die Kräftigung seinerursprünglich schwächlichen Gesundheit zu verdanken. Gegen Ende des Jahresstieß ihm der Unfall zu, daß er beim Exerzieren einen Sturz mit dem Pferdeerlitt, wobei er eine Rippe auf der linken Seite zerbrach und ohne Besinnungvom Platze getragen wurde. Seine Jugend und gute Natur aber siegte, undnach 8 Wochen war er geheilt. Aber dieser Umstand gab Veranlassung, daß