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und feierte den erfochtenen Sieg durch Viktoria - Schießen aller Bataillons undBatterien, während sämtliche Musikcorps das Vkäsum spielten. Prinz Heinrichließ dem Regiment l>. Plettenberg dnrch den Generallientenant n. Segdlit;seine hohe Zufriedenheit aussprechen. Der Major v. Ed erstem wurde am9. Nov. 1762 zum mrklirken Kommiunleur lies Äegiments ernannt, das ermit so vieler Bravour und Umsicht in dem letzten Fcldzugc geführth atte".
Gemäß dem in der Jubiläumsschrift innegehaltenen Plane, den Berichtüber das Ausscheiden oder den Tod des Chefs bezw. Kommandeurs des Regi-ments mit einer Skizze über den früheren bezw. späteren Lcbensgang einessolchen abzuschließen, gibt der Verf. auf S. 203 f. auch von meinem Urgroß-vater einen kurzen Abriß seines Lebens und läßt darauf eine Würdigung seinesCharakters und seiner militairischcn Eigenschaften folgen.
„Hier verlor das Regiment durch den Tod seinen Kommandeur, den Oberstenv. Lberstein, der demselben seit z ?S2, über zs Jahre lang, so lange wie kein Komman-deur vor und nach ihm mit Ehren vorgestanden und durch seine glänzende Führung inden letzten beiden Feldzügen des 7jährigen Krieges viel zu dem guten Rufe beigetragenhatte, dessen das Regiment sich erfreute. Werfen wir an dieser Stelle, wo wir für immervon ihm Abschied nehmen, einige Blicke auf das Leben dieses eigcnthümlichen, in vielerHinsicht ausgezeichneten Mannes.
Johann Karl Friedrich Reichsfreiherr v. Eberstein, Oberst und Ritter des pnur1s merite rc., der Sohn des nassau-dillcnburgischen Ober-Jägermeisters Karl Rcichsfreiherrnv. Ebcrstein und einer geborenen v. Büring Sohn, trat i?Z4 als Fahnenjunker inpreußische Kriegsdienste,^") denen er bis an sein Lebensende in ehrenvollster Weise treublieb. Er erwarb sich durch die bei jeder Gelegenheit an den Tag gelegten militärischenTalente des Königs vorzüglichste Gnade, sowie die Achtung aller seiner vorgesetzten.
Einer der trcuestcn Diener seines königlichen Kriegsherrn, ein Mann von scharfem,unternehmendem Geiste, besaß er neben besonderer Lebhaftigkeit und unerschütterlicherTapferkeit die vorzügliche Ligenschaft, alle Umstände richtig zu schätzen und mit kaltemBlute zu benutzen.
Er war ein Freund äußeren Glanzes, ohne Verschwender zu sein; in seinem Hansehöflich und freundlich, von vollendeten, geselligen Formen, seiner Offiziere und Leute sichstets auf das Wärmste annehmend, aber im Dienste auf strenge Weise das Äußerstefordernd. Diese Strenge nahm in seinen letzten Lebensjahren oft den Tharakter einerHärte an, die auf den sonst so hervorragenden Mann einen betrübenden Schatten werfenwürde, fände dieselbe nicht in seinen vielfachen körperlichen Leiden, den Folgen der Kricgs-Strapazen, eine Entschuldigung.^) Ein großer Liebhaber von schönen Pferden und einvortrefflicher Reiter, der noch im Alter durch sciue schöne Haltung im Sattel auffiel, warer stets vorzüglich beritten und hielt mit der ihm eigenen Stenge darauf, daß auch dieOffiziere des Regiments stets gute und ansehnliche Pferde gut ritten. Die ganze Er-scheinung des Regiments soll unter seiner Führung eine besonders auffallend schöne ge-wesen sein."
Fähnrich wurde er am 98. Juni 1736, Lieutenant 8. Okt. 1711, Capitain95. Febr. 1757, Major 23. Sept. 1760, wirklicher Kommandeur des Regiments 9. Nov.1762, Oberstlieutenant 90. Mai 1779 und Oberst 90. Mai 1775.
Wenn der gerechten und zugleich so sympathischen Charaktcrisirung meines Urgroß-vate rs auch der Verfasser der sonst durchweg so objektiv gehaltenen Jubiläumsschrift derVersuchung nicht widerstehen kann, aus dem Werke seines Vorgängers jene an gänzlicherUnwahrschcinlichkeit und hinsichtlich der zuletzt erzählten an faktischer Unmöglichkeit leidendenAnekdoten anzuhängen: so verweise ich dem gegenüber auf mein in der 5. Folge 344 f. aus-gesprochenes Urthcil.
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