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Folge 6 (1887)
Entstehung
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254
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v. Wcrncr veranlasste, » ach Neustadt zu inarschircn. Er brach am 19. Julivou Patschkau auf und »ahm ciu Lager zuerst am 23. bei Neustadt, am27. aber bei Jägcrndorf.

Am 28. Juli verjagten 600 Husaren und 600 Dragoner, zu dein dasTilsttcr Reg. 300 unter Major v. Fraukcuberg stellte, die feindlichen Vorpostenbei Braunsdorf.

Am 3. Aug. rückte das Corps in der Richtung auf Troppau der fcindl.Stellung näher und nahm ein Lager bei Kreutzendorf an der Oppa.

Nach dem Verluste des Postens bei Braunsdorf hatten die Östcrr. einstarkes Dctachcmcnt in eine sehr feste Stellung auf den Höhen zwischen Elters-dorf und Glomnitz vorgeschoben. Es schien unmöglich, diese Stellung zu über-rumpeln; dcmungcachtet beschloß Gen. v. Wcrncr einen Versuch zu »lachen, lindbestimmte dazu den 11. Aug. Gleich nach Mitternacht sammelten sich die zuder Aktion bestimmten Truppen: Husarcn-Reg. Werner, Ebcrstcin'sche und Finkcn-stcin'schc Dragoner, soivie 3 Bat. Inf. auf dem linken Flügel des Lagerszwischen Kreutzcndorf und Neplachowitz. Es war etwa 8 Uhr morgens, als dieTete der Kolonne unmittelbar all dem Fuße der Höhen stand, ans denen sich dasfeindliche Lager befand. Sobald die Kolonne der prcuß. Truppen aufgeschlossenwar, wurden eine Eskadron v. Finkcnstcin und eine Eskadron Tilsttcr Dragonerunter Major v. Frankenbcrg detachirt, um sich links zwischen Loitersdorf undMladetzka gegen die von Troppau nach Heydepiltsch führende Kaiscrstraßc zudirigircn und alles aufzuhalten, was von hier aus etwa gegen die linke Flankeder Angriffskolonnc vorgehen könnte. Gleich darauf kommandirte Gen. v. Werner„Marsch!" und in vollem Galopp ging die gesammtc Kavallerie über die An-höhe, welche sie bisher dem Auge des Feindes entzogen hatte, mußte jedoch ihrVorgehen einstellen, da der Feind Zeit gewonnen hatte, sich in Linie zu foriniren,lind sie mit einem mörderisch konzentrirtcn Artillerie- und Klcin-Gewehrfeucr empfing.

„Die Leib-Eskadron des v. Apcnburg'schcn Ngts. unter Führung desKommandeurs, Obersten v. Eberstcin, fand die Möglichkeit, in ein Thalhinabzukonlinen, von dem ans man die Höhe mit Leichtigkeit ersteigen konnte, diedrei anderen Eskadrons folgten ihr auf dem Fuße, formirtcn sich, ans der Höheangelangt, schnell lind setzten von Neuem zum Angriff an. Die hier befindlichenÖstr. Flankeurs feuerten noch einmal auf die im Trabe anrückenden prcuß.Dragoner und eilten dann in gestrecktem Galopp zu ihren weiter rückwärtsaufmarschirten Regimentern, die ebenfalls kehrt schwenkten und eiligst davon-trabten" (Kühler a. a. O. S. 199).

Auch die den Werncr'schen Husaren gegenüberstehende feindliche Infanterie,welche sich durch die in lebhafter Gangart zur Attacke herankommenden Dragonerumgangen sah, zog sich eiligst ohne einen Schuß zu thun zurück und erschien nichtwieder ans dem Kampfplätze. Hierdurch bekamen die Werncr'schen Husaren Luft,sie gingen gegen die iveiter rückwärts noch Stand haltende feindliche Infanterievor, welche aber den Angriff nicht abwartete lind kehrt machte.

Von dem Reg. v. Apcnburg folgten die Leib-Eskadron und die desCapt. v. Üchtritz zunächst dem fliehenden Feinde. Die österreichische Kavallerieversuchte zwar noch einige Male, sich zu setzen, da aber die Leib-Eskadron,die ^mittlerweile das Dcfilee bei Mladetzka überschritten hatte, und die Eskadr.v. Üchtritz stets geschlossen herankamen, gelang ihr dies nicht und wurde inder Richtung auf Heydepiltsch bis über die Höhen beim Hartauer Zollhause ge-jagt. Die beiden anderen Eskadrons v. Apenburg waren gleich nach dem erstenAngriffe auf die feindliche Infanterie derselben rasch gefolgt. So endete derÜberfall des östr. Lagers bei Eckersdorf, zu dessen Gelingen der Oberst v.