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nahe 9 Wochen, uin sich von der Logo der Ebcrsteinischen Verhältnisse im All-gemeinen und besonders des seit dem Tode des Obcr-Berghauptmanns AntonGottlob v, Ebcrstein äußerst schlecht verwalteten Berg- und Hüttenwerks durcheigene Anschauung zu informircn, sowie um das Nöthigstc persönlich anzuordnen,was für Aufbesserung seiner neuen Erwerbung geschehen mußte.
Nachdem Karl am 10. April 1773 in Tilsit wieder eingetroffen war,stellte sich bei ihm Fieber ein, dem verschiedene sehr schmerzhafte Zufälle folgten.
Obwohl hiernach Karl's Gesundheit bergab zu gehen schien und seit derbei der Rcvüe ausgestandenen Hämorrhoidalkrankhcit an seinem Aufkommen ge-zweifelt werden mußte, hatte er sich dennoch wieder zu aller Freude erholt, sodaß es ihm möglich war bei Ausbruch des bayerischen Erbfolgckricges ander Spitze seines Regimentes ins Feld zu ziehen. Wohl unter Bangen und großerSorge sahen ihn die Seinen der Ungewissen Zukunft und Gefahr entgegengehen.
Noch dcin 39. Dcz. 1777 erfolgten Tode des kinderlosen Kurfürsten Maximilian Josephvon Boyern wollte der Kaiser Joseph die Gelegenheit zur Vermehrung seiner HnuSmacht sichnicht entgehen lassen und schloß sofort am 3. Jan. 1778 einen Vertrag mit dem Nachfolger,dein schwachen nnd, weil ohne rechtmäßige Kinder, für den Vorthcil seines Hauses gleichgültigenKurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, auf Abtretung Nicderbayerns an Österreich. Raschließ der Kaiser das an ihn abgetretene Gebiet durch seine Truppen in Besitz nehmen. DerNächstbethciligte, welchem nach Ableben Karl Thcodor's Bayern aufallen mußte, war der HerzogKarl von Zweibrücken. Als derselbe gegen daS zwischen dem Kurfürsten und Kaiser getroffeneAbkommen Verwahrung einlegte und von Seite Sachsens und Mecklenburgs ein Gleiches ge-schah, nahm sich der König Friedrich von Preußen der bedrohten Gerechtsame des Herzogsvon Zwcibrückcn an; er sehte seine Armee schleunigst auf den Kriegsfuß. Da aber dieseDrohung den Kaiser von seinem Vorhaben nicht abbrachte, so brach er, unter förmlicher am
3. Juli erlassener Kriegserklärung, von Schlesien aus, wohin er schon am g. April gegangenwar, am 4. Aug. in Böhmen ein, wohin von der anderen Seite her der Prinz Heinrich mitdem vereinigten prcuh.-sächs. Heere einrückte.
Der Oberst v. Eberstcin hatte schon am 29. März mit dem Reg. vonTilsit abrücken und bei schlimmem Wetter nnd grundlosen Wegen in foreirtenMärschen ohne Ruhetag über Wchlan, Dentsch-Eilau seinen Lauf nach der Gegendvon Grandenz nehmen müsseil. Am 11. April wurde die Weichsel überschritten.Die sämtlichen in Preußen stehenden Regimenter fanden sich nunmehr hier ansdenk linken Ufer der Weichsel konzcntrirt. Sie wurden behufs ihrer weiterenVerwendung auf den verschiedenen Kricgstheatcrn in drei Kolonnen gethcilt. DieKolonne, zit der das Reg. v. Apcnburg gehörte, brach am 18. April aus denQuartieren an der Weichsel auf, marschirte über Breslau nach Neiße, ging
4. Mai durch diese Stadt und bezog Kantonirungcn. Die in dieser Gegend zu-sammengezogenen Truppen bildeten ein Rescrveeorps für die Armee des Königs;das Tilsiter Drag.-Reg. trat zu einer Brigade mit dem Drag.-Reg. Grafv. Finkenstcin zusammen, über welche Gcn.-Maj. v. Apcnburg den Be-fehl erhielt.
Gleich nach der Kriegserklärung traten die Ebersteinischen und Finken-steinischen Dragoner nebst den Wernerschen Husaren und 2 Bat. des Gar-»ison-Rgts. v. Ingersleben unter Befehl des General-Lieutenants v. Werner,der mit diesen Truppen in Schlesien zurückblicb, um die obcrschlcsische Grenzegegen ein unter Gen. v. Ellrichshauscn in Mähreu stehendes österrcich. Corpszu decken.
Das Tilsiter Reg. wurde am 5. Juli gegen die Grenze nach Dürr-Kam-nitz vorgeschoben, woselbst der Vorpostendienst seinen Anfang nahm. Den 17. Julimarschirte das Corps nach Patschkau, am 18. wurde es durch 6 Bataillonsund ein Kürassicr-Rcg. verstärkt. Unterdessen war Gen. v. Ellrichshauscn gegendie prcuß. Grenze in der Richtung auf Troppau vorgegangen, was den Gen.