— 252 —
lailius cm Paar Pistolen. Allein weder der, noch der Adjutant hatten zueiner solchen Behandlung dieser Angelegenheit Lust. Der König endigte dieSache durch einen launigen Brief an t^uintim leilius, worin er ihm verbot,sich zu schlagen, nnd machte denselben zu seinem Psetsur. „Das Frcibataillonwnrdc aufgelöst uud rcducirt, das Regiment v. Plettenberg wurde aus Hcrzbergdelogirt und 2 Meilen davon einquartiert. Der Major Sauerzapf wurdeauch rcducirt und ist nachher in polnischen Diensten als General, wiewohl mitwenig Ehre und upplunsii gestorben" (4. Folge 279 f.).
Am 15. Febr. 1763 beendete der Hubertusburger Friede den siebenjährigenKrieg und am 4. März brach das Regt. v. Plettenberg aus den Winterquartiereilauf, passirte bei Glogau die Oder, bei Posen die Warthe, bei Thorn die Weichselund rückte am 17. April nach einer Abwesenheit von beinahe 6 Jahreil wiederin seine Garnison Tilsit ein.
Unter dem 11. Mai 1763 erfolgte eine „Instruktion für die Kommandeursder Kav.-Regimenter", welche sich auf alle Gebiete des Dienstes erstreckte.
Gleichzcittig mit der eben angeführten Instruktion wurde dein Reginiente„wegen des im letzten Kriege bezeigten guten Verhaltens" der Vorzug zu Theil,seine Gesuche direkt an den König gelangen zu lassen.
Unter dem 10. Sept. erhielt das Reg. bis hichcr vak. v. Plettenbergin der Person des Obersten v. Apenburg einen neuen Chcf^) und begannnunmehr den regelmäßigen Dicnstbctricb des Friedens.
Die strenge Handhabung der Disziplin, eine Folge der scharfen des-fallsigen königlichen Ordres, hatte namentlich unter den bei den Regi-mentern stehenden Ausländern starke Desertion zur Folge, auch bei dem Rcgi-mentc v. Apenburg zeigte sich diese Erscheinung, und zwar in noch höhereinMaße, als bei anderen Regimentern, wohl hervorgerufen durch die Härte, mitder Major v. Eberstcin die schon an sich strengen Disziplinar-Bcstimmungenhandhabte.
Unter dem 20. Mai 1772 wurde Major v. Eberstcin zum Oberst-Lieutenant befördert, und Ende des Monats marschirte das Reg. v. Apcnburgnach Mockcrau bei Maricnwcrdcr, um zum crstcu Male seit Beendigung des.Krieges wieder vor dem Könige die Revue zu passircn.
Nachdem I. Karl Fr. Frhr. v. E. von den gräfl. Ebersteinischen Erbendas Schloß nnd Amt Lcinungcn käuflich übernommen hatte, sollte im Febr.1773 die wirkliche Besitzergreifung erfolgen. Zu diesem Zwecke reiste der da-malige Obcrstlicut. v. E. iu Begleitung seiner Tochter Charlotte zunächst nachLeipzig, wo er 12. Jan. 1773 ankam (5. Folge 349), holte seinen daselbststudirenden Sohn Wilhelm ab und begab sich an Ort und Stelle.
In Groß-Leinungen blieb Karl nach dem 18. Febr. 1773 erfolgten Ab-schlüsse des (dann S. März von Lorsch aus Seitens des Herrn v. Hausen unter-schriebenen) Vertrags mit den Erben des Grafen Friedrich, sowie nach der am19. März entgegengenommenen Erbhnldigung der Amts-Unterthanen dann noch
Chefs des Tilsiter Dragoner-Regiments:
1732, 11. Juli Oberst Friede. Hciur. lZn^sn Prinz von Anhalt-Dessau,
1737, 23. Dez. Oberst Christoph Friede, n. THumen,
1741, 19. Aug. Oberst Ernst Friedr. v. Wcrdcck (4 17. Mai 1742 bei Chotnsitz),
1742, IS. Mai Oberst Friedr. Alex. v. Nocll (4 13. Dez. 1745 bei Nieder-Zehren),1745, 26. Dez. Gcn.-Maj. Erdm. Ernst v. Nnih,
1756, 3. Aug. Gen.-Maj. Chr. Fr. v. Plettenberg,
17. Juli 1761 bis 16. Sept. 1763 vakat,
1763, 16. Sept. Oberst Gideon Friedr. v. Apcnburg.