Lebensende fortführte; auch sein Sohn Wilhelm stand bald von der Wetter-führung dieses aussichtslosen Rechtsstreites ab, seit dem 21. Dez. 1782 ließ ersolchen ans sich beruhen (4. Folge 232).
Der Gen.-Maj. v. Ruitz erhielt 12. Juli 1756 die erbetene Entlassungund 3. Aug. in dem Gen.-Maj. v. Plettenberg einen Nachfolger. Im Aug.1756 wurde das Reg. v. Plettenberg zwar auf den Feld-Etat gesetzt, blieb aberbis ins folgende Jahr in Tilsit stehen, wohin auch das Drag.-Reg. v. Finken-stcin, 5 Esk. des Husarcn-Rgts. v. Rüsch und 2 Grcn.-Bat. gezogen wurden,um als ein Beobachtungs-Corps gegen Nußland zu dienen. Nun nahm der7 jährige Krieg Karl's Thätigkeit bis zum Hnbertnsburgcr Frieden unausgesetztin Anspruch (s. unten und 5. Folge 329—341). Er wurde 25. Febr. 1757Capitain, 23. Sept. 176V Major, im Juli 1762 nach Abgang des Oberstenv. Massow interimistischer und 9. Nov. 1762 wirklicher Rcgimcnts-Kommandcnr.
Fünf Tage nach der Schlacht bei Freibcrg (3. Nov. 1762) ging der Gen.-Maj. v. Alt-Stuttcrheim mit einein gemischten Corps, bei dem sich auch dasReg. v. Plettenberg (Tilsiter Drag.) befand, über Konradsdorf und Nauendorfgegen den Tharandcr Wald vor, vertrieb die feindl. Posten bis hinter das Defileevon Klingcnbcrg und kehrte am 4. wieder in das Lager von Freibcrg zurück.Noch an demselben Tage rückte das Reg. v. Pl. der schlechten Witterung wegennach Tuttendorf in Quartier.
Am 9. Nov. besichtigte der König das Schlachtfeld und äußerte sich inhöchst gnädiger Weise über die Leistungen der Truppen. Der Major v. Ebcr-stcin wurde zum wirklichen Kommandeur des Regiments v. Plettenbergernannt. Den 16. brach das Reg. von Tuttendorf auf und marschirte überNossen, Oschatz, Torgau in die Winterquartiere, welche am 22. Nov. erreichtwurden. Es kam mit dem Stabe nach Herzberg zu liegen. Der Komman-deur des Ngts., Major v. Eberstein, folgte später nach; er war genöthigtwegen seiner in der Schlacht bei Freibcrg erhaltenen Verwundung etwa2 Monate lang in Nossen liegen zu bleiben. Dort wurde er gepflegt vonseinem 9^ Jahr alten Sohne Wilhelm, den er ans Tilsit durch den Capitainv. Preuß mit einem Rekruten-Kommando hatte nachkommen, in das Regimentals Junker eintreten und als solchen an der Schlacht bei Freibcrg Theilnehmen lassen (4. Folge 279).
Als das Regiment in Herzberg stand und die Friedens-Untcrhandlungenim Anfange des Jahres 1763 in Hubcrtusburg stattfanden, sollten die aus-geschriebenen Kontributionen mit Härte schnell beigctricben werden. Und da derMajor v. Ebcrstcin die Stadt Hcrzberg und die Gutsbesitzer in der Umgegendnicht mit der intendirten Härte behandelte, daß also die Kontributions-Summen nicht so schnell bei der Erschöpfung der Gegend zusammen gebrachtwurden, so wurde der König böse und beauftragte das Frcibataillon Hniulusleilius (gew. Prof. Quiellurä) mit der Exekution der Kontributionen. Bei demExekutionsgeschäfte, dessen Dctailausrichtung ein gewisser Major Sauerzapfhandhabte, verfuhr man nun mit rcvoltirender Grausamkeit. Auf Sauerzapf'sBefehl wurde eine alte adlige Dame und Gutsbesitzerin im kalten Januar nachHerzbcrg hereingebracht, in eine Stube gesperrt und mit kaltem Wasser begossen,sodaß sie einige Tage darauf starb. Das hatte der Oberst Huintns doch auchindulgirt. Der Major v. Ebcrstein, dem das zwar nichts anging, nahm aberdiesen Vorfall als eine Ehrensache auf an „dem Orte, wo er gleichfalls mit demStabe stand. Es kam zu sehr starken Äußerungen. Der Major v. Ebcrstcinin der Hitze warf den Adjutanten des Obersten chniutus. der ein LluckiasusNimalaoj^ gewesen, zur Treppe hinunter und offerirte dem Obersten (^uintns