selben ans. Das Drag.-Reg. vak. v. Rocll erhielt seinen Platz ans dem rechtenFlügel des ersten Treffens.
Um 2 Uhr nachmittags führte der greise Fürst Leopold in eigener Person3 Grenadier-Bataillone, sein eigenes Reg. und das Drag.-Neg. v. Bonin gegendas feuerspeiende Kesselsdorf heran. Und vorwärts ging es in den feind-lichen Kugel- und Kartätschenhagel hinein. Die zuerst zurückgeschlagene Infanterieund die Dragoner v. Bonin nahmen nach hartein Kampfe das stark verschanzteKesselsdorf. Das Reg. v. Roell hieb wüthend auf die sächs. Garde-Karabiniersund Grenadiere zu Pferde ein, warf beide gänzlich über den Haiifen und er-beutete eine Estandarte und die silbernen Heerpauken. Das war für Nicder-Zchrcn! Hierauf wendete das Reg. sich auf die im Rückzüge begriffene sächs.Infanterie v. Niesemeuschel und 1 Bat. Fuß-Garde, ritt beide größtentheils niederund nahm den Rest gefangen.
Während dieses glänzenden Gefechts auf dein prcuß. rechten Flügel wares auf dem linken Flügel gelungen, vorwärts zu kommen und den Feind völligzu werfen.
Um 4 Uhr nachmittags war die Schlacht entschieden, die feindliche Armeein völliger Auflösung und Flucht nach Dresden.
Als der Fürst am Morgen nach der Schlacht sein Quartier verließ, umdas Feld seines Sieges zu betrachten, ritt er an der Front des ausgerücktenRegiments vakat. v. Rocll vorüber und sprach demselben seine Zufrieden-heit über das Verhalten am Tage zuvor aus.
An? 25. wurde der Friede unterzeichnet, der Besitz voi? Schlesien war vonNeuem erobert und gesichert.
Das Dragoncr-Rcg. v. Roell hatte sich an dem Tage von Kessels-dorf so zu sagen die Sporen verdient, es konnte sich erhobenenHauptes dci? schlachtcngebräunten Kameraden von Hohcnfriedbergund Sohr zur Seite stellen.
In? Dez. 1745 ernannte der König den Gen.-M. ?. Ruit? zum Chefdes bisher v. Roell'schen Drag.-Negis., welches an? 25. Dez. aus der Gegendvon Dresden abmarschirtc und in? Febr. 1746 in seiner Garnison Tilsit wiedereinrückte.
In der hierauf folgenden 10 jähr. Friedenszcit manöverirte das Reg. Ruitzmit den? 1744 aus ihn? gebildeten Reg. Stosch zwischen Jnsterburg undTilsit, dann bei Mehla??, Brcitenstcin und Königsberg :c.
Der Lieutenant Karl v. Eberstcin, dessen Gesundheit in? Kriege stark gelitte??hatte, sah sich in? Sommer 1748 gcnöthigt, in Pyrmont eine Brunnenkur zubrauchen (4. Folge 57). In? Frühjahre 1752 verhcirathete sich Karl und au?11. Febr. 1753 wurde sein ältester Sohn Wilhelm, der spätere sächs. Hof-und Justiticn-Rath (mein Großvater), geboren. In? I. 1754 erhielt Karl aber-mals ein Wcrbekommando ii? das Reich, von de»? er erst in? April 1755 nachTilsit zurückkehrte (4. Folge 277j.
Um den bereits am 13. Jan. 1744 bei dein Reichskammergerichte in Wetzlaranhängig gemachten Prozeß ans Wicdereinlösnng des Löhnberger Zehentenetwas eifriger betreibe?? zu lassen, nahm Karl 1756 die Vermittelung seinesKönigs, wie auch noch einmal später i. I. 1765 ii? Anspruch und ließ fernerdurch den 1766 zu Ostern in Wetzlar anwesenden jüngeren Kameraden Majorv. Stutterhein? Aufträge in dieser Sache an seinen Mandatar, den Rechts-praktikanten Liccntiaten Lange übermitteln (4. Folge 35 ff., bziv. 231). Freilichhatte?? allen diese Bemühungen bei den? allbekannten schleppenden Geschäftsgangedek ReichskaminergerichtS keine?? Erfolg, trotzdem Karl de?? Prozeß bis an sei??