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Folge 6 (1887)
Entstehung
Seite
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hatte, den Rückmarsch an und traf im Januar 1736 in Tilsit wieder ein. Am28.Juni 1736 wurde Karl v. E. Fähnrich und avancirte am 8. Oktober 1741zum Sec.-Licutcnant, nachdem das Regiment in diesem zweiten Jahre desersten Schleichen Krieges nachträglich mobil gemacht worden, im Juni aus-marschirt, zu dein Beobachtungs-Corps des Fürsten Leopold von Anhalt-Dessauim Lager bei Genthin gestoßen war und dann in und um Berlin Winter-quartiere bezogen hatte. Karl's Schwadron lag in Treucnbrietzcn, von woaus er seinem Oheime Grafen E. F. v. E. unter dem 21. März 1742 meldet,„wie sie nach Schlesien zu marschircn beordert worden" (4. Folge 245). Diesemgemäß brach das Reg. am 26. März 1742 wieder auf, traf anfangs Mai imLager der königlichen Armee bei Czaslau ein und trug in der den Österreichernam 17. Mai gelieferten Schlacht wesentlich zu dem siegreichen Erfolge derselbenbei (vgl. Karl's Brief an den Grafen v. E. ck. ck. ^uslurv, den 18. Mai 1742,abgcdr. in der 4. Folge 245).

Dieser glorreiche Tag von Chotusitz hatte für Preußen die glücklichstenFolgen. Schon am 11. Juni kam ein Präliminar-Friede zu Breslau zu ständeund am 5. Sept. 1742 rückte das nunmehr v. Roell'sche Drag.-Reg. wieder inTilsit ein. Bald darauf ließ sich Karl, wie schon früher 1740, ein Wcrbc-Kommando ins Reich geben und besuchte bei dieser Gelegenheit seine Oheimeund Schwestern in Harz gerode und Groß-Leinungen; nach einem Briefewar er 12. Nov. 1742 in Harzgerode, dann von Nordhausen aus vom 15.bis 18. Jan. 1743 wieder daselbst mit dein Hauptmann v. Mellin und Lient.v. Wulfsen (4. Folge 311); am 24. Jan. befindet er sich noch in Nordhauscn,am 17. April in Eichen, in welcher Gegend er sich noch bis Ende Jan. 1744aufhält, im Mai 1744 war er in Groß-Leinungen (4. Folge 33. n. 236).

Nach Ausbruch des zweiten Schlesischen Krieges marschirte .Karl's Reg. am26. Aug. 1744 ans Tilsit und kam (von Ende Okt. 1744 bis April 1745) inBerlin zu stehen, woselbst es gctheilt und aus demselben 2 Regimenter, Noellund Stosch, gebildet wurden. Das erste Bataillon behielt der General Noellals Chef und wurde das Stammbataillon zu dein späteren 1. (Litthauischen)Drag.-Regimcnte. „Der Sec.-Lieut. Karl Baron v. Ebcrstcin" blieb beim Reg.Noell. Dies gehörte zu dem Corps des Fürsten Leopold v. Anhalt, welches zu-erst bei Gatterslcben, dann bei Halle a. S. zur Beobachtung der Sachsenstand. Die Winterquartiere erhielt das Reg. in Berlin, wo es am 15. Okt.1745 wieder einrückte. Hier vertauschte das Reg. die weiße Grundfarbe derUniform mit der noch heute getragenen hellblauen.

Als der am 8. Nov. selbst nach Berlin gekommene König schon einigeTage darauf von dem feindlichen Anschlage Kenntnis erhielt, daß er noch imLaufe des Winters an 5 Orten zugleich angegriffen werden solle, ging er sofortwieder nach Schlesien zu seinem Heere, nachdem er dem Fürsten von AnhaltBefehl gegeben hatte, in Sachsen einzurücken. Das Reg. Noell brach bereits am15. Nov. von Berlin nach Halle auf, wo es am 25. eintraf. Von hier ginges mit dem Corps des alten Dessauers nach Sachsen, der am 29. Nov. Leipzigund 6. Dez. Torgau einnahm und dann über Meißen bis gegen Dresdenvordrang, welches der sächs. Feldmarschall Graf v. Rutowski mit einem Heerevon 35 000 Mann in einer starken Stellung bei Kesselsdorf zu decken suchte.Auf dein Marsche dahin wurde am 13. Dez. das Regiment von den Sachsenunvermuthet in dem Dcfilee bei Nied er-Zehren unweit Meißen überfallen underlitt einen beträchtlichen Verlust. Der Gen.-Major v. Noell wurde von einemsächsischen Ulanen erstochen. An? 15. Dez. 12 Uhr mittags erschien die preuß.Armee im Angesicht der sächs. Stellung und marschirte 1800 Schritt vor der-