11
1506 strecktenIHouS und Philipp v. E. dem Grofcu Hoyer, dcSgl, 1517den Grafeu Hoyer und Ernst nicht unbedeutende Summen vor.
Aber andererseits waren beide Brüder auch nach der erfolgten Übersiedelungnach Gchofcn noch in persönlicher Beziehung zu ihrcu Nachfolgern im Besitzezu Flurstedt uud Doruburg gcbliebeu. So war „Haus v. Ebcrstciu zuGchofeu" 21. Nov. 1537 bei Heinrich Daniel (Thcmgel), der nebst VolkmarDaniel vor 1.531 Flurstedt uud Ober-Trebra von den Gebrüdern Hans undPhilipp v. E. gekauft hatte, persönlich in Flurstedt anwesend (2. Folge 114).Und Philipp v. E. tritt 7. Mai 1522 als Beistand von Agnes v. Watzdorfgeb. v. Bünau zu Doruburg auf (1. Folge 17).
Philipp scheint bis 1506 im Auslande geblieben zu sein, nachdem erden Kurfürsten Friedrich den Weisen 1493 nach dem Gelobten Lande begleitetund darauf dem Könige Maximilian in Italien gedient hatte. Als er dannendlich nach längerem Aufenthalte am Hofe zu Wien mit den Grafen Hoyerund Ernst in deren Grafschaft Mansfcld hereingekommen war, wohnte er nebstKaspar v. Watzdorf dem von den Grafen 27. Scpt 1523 zu Ariern ab-gehaltenen Berathschlagungstagc als grast, mansfeldischcr Rath bei.
Wie Hans 1528 als bereits in Gchofen seßhaft austritt und 26. Maidieses Jahres neben dem Abte von Oldisleben und des I)r. v- Witzlcbcn'sTochter Anna als Pathe bei der Taufe von Anton v. Werthern aufgeführtwird (Gcsch 670), so wird ebenfalls Philipp in zwei Urkunden v. 19. Febr.1529 und 1. Januar 1530 als daselbst angesessen bezeichnet; in der erstentritt er als Abgesandter vom Rothe des Königs Ferdinand Grafen Hoyer zuMausfcld au dcu Kurfürsten von Sachsen zu Weimar (4. Folge 100), iu derzweiten als Bürge für den Grafen Gebhard z. M. auf (s. unten).
Als nun die Gebrüder Hans und Philipp v. E. mit den von ihnen er-worbenen Rittergütern zu Gchofeu 25. Januar 1531 von dem Grafen Ernstund nach dessen Tode 8. März 1533 von dem Grafen Philipp beliehen wurden,nahmen sie auch hier ihre fränkischen Vettern: Kilian zu Bischofshcim vorder Rhön, Georg den Altern zu Ginolfs uud Philipp — dessen BruderMangold 1522 in der bekannten Sickingischcn Fehde gegen den Kurfürstenvon Trier vor St. Wendel erschossen worden war und mit dessen Sohne Georgdem Jüngeren zum Brandensteiu 1540 Ritter Mangold's Linie im Manncs-stanune erlosch — als Mitbclehnte an. Diese fränkischen Vettern erschienen 1534persönlich in Eisleben und legten daselbst den Lehnseid ab. Bei seiner da-maligen Anwesenheit in Gehofcn ersuchte der eben genannte Georg der Älterev. E. aus Ginolfs seine Gehofener Vettern „Philipscn und Hansen v. Eber-stcin Gebrüder" um deren Fürbitte für sich und seinen Brndcr Kilian beidein Herzoge Philipp von Braunschweig fGesch. 348).
Dem Hans v. E. und seinen Erben verschreibt 23. Juni >596 Graf Hoyer z. M. mitWissen und Willen der Grafen Günther und Ernst 2t) Goldgüldcn Dienstgcld dergestalt, daßsolche mit 390 Gfl. abgelegt werden können.
Dem Philips v. E., auch svent. dessen Bruder Hans, verschreiben 9. März 1517die Grafen Hoyer und Ernst 80 fl. jährliche allezeit auf St. Michaelis fällige Zinsen, welchemit 1999 fl. Hauptsumme abgelegt werden können.
Am 1. Jannar 1530 verbürgt sich „Philipp v. E. zu Gchofcn" nebst Christophv. Gutmannshausen zu Hardisleben, Hans Vose zu Franklcbcn und Hartwig Steubc zu Gerb-stedt für den Grafen Gebhard z. M. gegen Hans v. Elben zu Plotha wegen 642 fl.(5. Folge 293).
Dem Hans v. E. verschreibt 4. Febr. 1535 Graf Hoyer 29. fl. Dienstgcld, 399 fl.Oblig. betr.
1538 Montag nach Petri und Pauli (1. Juli) stellen die Grafen Hoyer und Philippz. M. einen Schadloshaltungsschcin über die von NiclaS Schützen zu Westgreußcn erborgten