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Vater Heinrich und Oheim Lorenz von deren Vetter Peter v. Ebcrstein,welchem nach seines Bruders Asmns Tode das Schloß Marktsteinach alleinzugefallen war, noch 29. Aug. 1478 zur gesammtcn Hand gezogen worden(Gesch. 101). Nach Peters 1488 ohne Hinterlassung von männlichen Nachkommenerfolgtem Tode hatten nun freilich Heinrich's Söhne, welche mit Peters Schuldennichts zu thun haben wollten, versäumt, sich rechtzeitig zur Lehnsfolge bezüglichdes genannten Schlosses zu melden. Als „Hans und Philipp v. EberstcinGebrüder zu Flurstedt" dann zu spät sich wirklich gemeldet, hatten diese sich22. Februar 1515 von dem Bischöfe Rudolf von Würzburg mit einer Geld-summe abfinden lassen (Gesch. 106). Wahrscheinlich hatten um dieselbe Zeitdie obengenannten Gebrüder Hans und Philipp v. Eberstein die 1500 Gold-guldcn zurückgezahlt erhalten, welche sie den Herzögen Friedrich und Johann vonSachsen 17. Dez. 1510 geliehen hatten (Gesch. 665).
Hans und Philipp, welche ihre Brüder Karl und Simon überlebten,blieben im Wcimarischcn angesessen bis etwa zum Jahre 1529 (Hans wird ineiner Urkunde vom 14. Mai 1511 (2. Folge 114s, dgl. nebst seinem BruderPhilipp in der oben angeführten Urkunde vom 22. Februar 1515 (Gesch. 106und 108s ausdrücklich als zu Flurstedt angesessen bezeichnet). Aber schonvorher (nach einer von dem Grafen Ernst Friedrich von Eberstein herrührendenNotiz sogar schon im Jahre 1520) erwarben sie in dem zur gräflich mansfeld-scheu Herrschaft Hcldruugcn gehörenden Marktflecken Gchofcn den zuletzt derFamilie v. Harras gehörig gewesenen Hauptrittersitz und außerdem noch denvon der Familie v. Hacke gegründeten ritterbürtigen freien Siedelhof, alsn) einen freien Rittersitz zu Gchofen mit seinem Umfange und Zugehörung, einemBonmgnrten, zwei Teichen, einem Grabgarten, einem Weingarten, ungefähr 53 AckerWicscmachZ, IlVz oder 12 Hufen arthaftigcn Landes feldegleich, 215 Acker Holz, einerguten freien Schaf- und Viehtrift, einen Backofen nud Erbzinsen
von den Gebrüdern Fricdemann, Andreas und Hans v. Harras (Gesch. 121);
d) einen freien Sicdelhof zu Gchofcn mit einer freien Schaf- und Kuhtrift, 80z Hufenund 1 Viertel Artland, 47 Acker Wiescwachs, 149 Acker Holz, einer Mühle, 2 wüstenTeichen, einem wüsten Weingarten samt etlichen Lcydeu und Erbzinsen
von dem Grafen Ernst zu Mansfcld, der zuvor diesen Rittersitz von HerdanHacke käuflich erworben hatte (Gesch. 125).
Im Jahre 1528 wurden den Gebrüdern Hans und Philipp v. E. auchdie obere und niedere Gerichtsbarkeit (lt. Lehnbriefs v. 20. Mai 1529),die hohe nnd niedere Jagd und alle Regalia von den Grafen zu Mansfeld über-tragen, als:
e) die Hals - und Obergerichtc auf allen ihren, ihrer Männer und Untcrthanen Güternzu Gehofcn, wie auch zwei Drittel der Hals- und Nicder-Gerichtc auf der Straßeund den Gütern zu Gchofen, welche weder den v. Eber stein noch den v, Trebra zu-standen, aber doch im Dorfe, Flure, Felde und Holze lagen.
Vor 1531 verkauften die nun in GeHofen angesessenen Gebrüder v. E.ihre Güter zu Flurstedt und Ober-Trebra an Volkmar Thangcl und dessenSohn Heinrich, welche damit „in aller Maßen solche Güter Hans und Philipsv. E. Gebrüder bisher zu Lehn gehabt" am 18. Mai bzw. 6. Okt. 1531 be-liehen wurden (Gesch. 670 f.).
Beide Brüder, Hans und Philipp, hatten schon von Flurstedt aus, ehesie Lchnsvasallcn der Grafen von Mansfcld wurden, längere Zeit hindurch inVerbindung mit dem gräflichen Hause gestanden. So werden in einem vondem Grafen Hoyer den v. Trotha 12. Dez. 1505 crtheilten Lehnbriefe alsZeugen aufgeführt: des Grafen Hoyer Näthe und lieben Getreuen Erhard v.Watzdorf, Heinrich v. Thüna und Hans v. Ebersteiu (2. Folge 113), und
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