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der Amtmannschaft von Bötzow und Licbenwaldc ausdrücklich aus, daßihm gestattet sei, auch seiue „Hausfrau, sowie eine Jungfer für dieselbe,aus der AmtSküche mit Kost versehen zu lassen". Am l. Juni 1530wurde auch seiner Gattin Hedwig ein Leibgedinge mit der halben Woh-nung seines Antheiles an Burgstall vom Kurfürsten Joachim I. ver-schrieben '). Darin lebte sie noch, als Burgstall im Jahre 1562 zurVeräußerung kam. Der Kurfürst Joachim war ihr im Jahre 1543auch tausend Thaler schuldig. Sie stammte aus der Familie vonDöberitz').
Job st, Joachim und Georg II., Ludolph's III. Söhne.
Ludolph's III. Tod muß um die Mitte des JahreS 1534 schonerfolgt gewesen sein: denn am 6. Mai 1534 wurden bereits seine SöhneJob st, Joachim und Georg, mit ihren dem ältern Stamme ange-hörigen Vettern, vom Kurfürsten versammelt, um sowohl ihre väterlichenals die durch den Tod ihres Vaterbruders Clans IV. erledigten Lehenzu empfangen H. Indessen war um diese Zeit von Ludolph's Hinter-bliebenen Söhnen Jobst allein erst zum Lehnsempfängnisse gereift, währenddie Belehnung der beiden jünger« Brüder ausgesetzt bleiben mußte, bissie das gehörige Alter erreicht haben würden.' Auch für die Letzternscheint indessen die Lehnsinvestitur schon nachgeholt gewesen zu sein,als am 28. October 1539 die drei Brüder, unter Zustimmung ihrerVettern aus dem andern Stamme, den Vicarien der Marienkirche zuStendal für 200 Gulden Hebungen aus den Dörfern Arensberg undKlein-Schwarzlosen verkauften, wozu der Kurfürst am 6. November 1539seinen lehnshcrrlichen Conseils ertheilte*).
Später gründeten Jobst und Georg, Jeder für sich, einen eigenenHausstand, wie auch ihre Mutter solchen fortführte, Alle auf demSchlosse Burgstall. Jobst war init Emerentia aus dem Hause der
') Riedel's doä, Suppl.-Band 417.
') Nach Verhandlungen von 1543 und 1562, die das Geh. Staatsarchiv enthält.
0 Nieder« 0°S, III, II, 488,
1 Riedel'S c?oS. I, XVI, 194, 195.