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Geschichte des schloßgesessenen adligen Geschlechtes von Bismarck, bis zur Erwerbung von Crevese und Schönhausen : Denkmal der Dankbarkeit des Vereines für Geschichte der Mark Brandenburg
Entstehung
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Diese Beinamen wurden nach der Mitte des 13. Jahrhundertsselten mehr gewechselt. Hatte der Vater sie angenommen oder sich ge-fallen lassen, so behielten solche gewöhnlich auch die Söhne bei. Siegingen dadurch in erbliche Familiennamen über.

Es braucht dabei Wohl kaum bemerkt zu werden, daß das Wörtchen„von" vor dem Namen des OrtcS, nach welchem Jemand seinen Fa-miliennamen annahm, damals nicht als Adclsprädicat galt, noch wenigeraber den von einem Orte Benannten als Besitzer solches OrteS charac-terisirte. Bürger und Banern bedienten sich im Mittclalter, wie Adlige,der Bezeichnung von Orten, ließen aber das Wörtchen „von" derKürze halber auch oft weg. Erst in neuerer Zeit, da der Znsatz „von"zu dem einem Orte entlehnten Familiennamen im Bürgcrstande fastallgemein als unnöthig beseitigt wurde, hat eine mehrere Beibehaltungdesselben im Stande des niedern Adels ihm die Bedeutung eines Kenn-zeichens adligen Standes zugewandt. Manche alte Adelsfamilic ver-schmähte freilich gleichwohl, ihrem Familiennamen, auch wo dieser vonOrten und selbst von Besitzungen der Familie entlehnt war, dasWörtchen „von" hinzuzusetzen. Dagegen wurde dasselbe, nachdemman einmal angefangen hatte, wenn auch ohne historische Rechtfertigung,einen Adelstitel darin zu sehen, von neu in den Adclsstand eingereihtenFamilien unbedenklich aufgenommen, um selbst zu Namen, wie Müller,Schneider, Schmidt, in eine völlig sinnlose, die Grundregeln unsererSprache verhöhnende Verbindung gebracht zu werden. Je allgemeineraber der Adel das Prädicat „von" als sein besonderes Vorrecht be-trachtete, desto williger wurde dasselbe, auch wo es in bürgerlichen Fami-lien hergebracht war, hier nach einem gesunden Tacte aufgegeben, und istdaher heute das „von" in Nord-Deutschland zu einem Vorzüge desAdels erhoben, ohne daß jemals, soweit wir wissen, eine landesherrlicheGesetzgebung diesen Vorzug begründet hätte.

2. Der Name von Bismarck.

Unter den von Orten hergenommenen Familiennamen kommt dervon BiSmarck frühzeitig in verschiedenen Theilen der Mark Bran-denburg und in allen Ständen ihrer Bevölkerung vor. Wie dieser